Interne Umfrage: VW-Bosse sehen Konzern in existenzieller Gefahr
VW-Bosse: Konzern existenziell gefährdet

Volkswagen: Führungskräfte schlagen Alarm

Bei Volkswagen wurden die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat anonym über die Lage des Autobauers befragt. Die bislang nur intern bekannten Ergebnisse lassen aufhorchen: Die Topleute zeigen sich alarmiert und halten den Konzern für existenzgefährdet. Das berichtet das manager-magazin unter Berufung auf interne Quellen.

Düstere Stimmung in der Führungsetage

Die Umfrage, die im Mai 2026 durchgeführt wurde, offenbart eine tiefe Verunsicherung in den oberen Rängen des Wolfsburger Konzerns. So sehen mehrere Befragte die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen massiv gefährdet. Insbesondere die Transformation zur Elektromobilität, die angespannte Lieferkette und der zunehmende Kostendruck werden als existenzielle Risiken genannt.

Einige Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Sie fordern einen radikalen Kurswechsel, um den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren. Andere wiederum plädieren für mehr Kontinuität und setzen auf die eingeleiteten Sparmaßnahmen.

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Führungsriege uneins über Lösungswege

Die Umfrage zeigt auch, dass die Führungsriege in der Bewertung der Lage und den erforderlichen Maßnahmen gespalten ist. Während einige eine sofortige Neuausrichtung fordern, warnen andere vor überstürzten Entscheidungen. Die Diskussionen über die Zukunft von Volkswagen werden nach Einschätzung von Beobachtern noch lange nicht abgeschlossen sein.

Ein Sprecher von Volkswagen wollte die Ergebnisse der internen Befragung auf Anfrage nicht kommentieren. Das Unternehmen verwies lediglich auf die laufenden Transformationsprozesse und die bisherigen Erfolge bei der Elektrifizierung der Modellpalette.

Die Nachricht von der alarmierenden Stimmung in der Führungsetage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Volkswagen ohnehin mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Dazu gehören der stockende Hochlauf der E-Auto-Produktion, der Wettbewerb mit Tesla und chinesischen Herstellern sowie die Unsicherheit über die künftige Regulierung in Europa.

Ob die Führungskräfte ihre Bedenken in konkrete Maßnahmen umsetzen werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Dringlichkeit, den Konzern zukunftsfähig zu machen, wird von der Spitze deutlich gesehen.

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