Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal 2025 einen erneuten Gewinnrückgang verzeichnet. Das Konzernergebnis nach Steuern fiel von April bis Juni um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte VW noch 2,29 Milliarden Euro verdient, was bereits einem Rückgang von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.
Auslieferungen sinken, China besonders betroffen
Konzernweit gingen die Auslieferungen um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders drastisch war der Einbruch auf dem wichtigen Markt China: Dort sackten die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge ab. Außerhalb Chinas entwickelte sich der Verkauf hingegen etwas stabiler.
Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr auf die Herausforderungen hingewiesen: Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz machten dem Konzern zu schaffen. Als Reaktion plant VW neue Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten. Bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Prüfstand – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen.
Widerstand gegen Sparpläne
Gegen die neuen Sparpläne regt sich Widerstand von Gewerkschaft und Betriebsrat. Auch das Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt, zeigt sich kritisch. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie die Mehrheit im Gremium, und die Pläne fielen dort Berichten zufolge zunächst durch.
Bereits bis 2030 hat Volkswagen den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.



