VW-Gewinn bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein
VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein

Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal 2026 einen erneuten Gewinnrückgang verzeichnet. Das Konzernergebnis nach Steuern fiel von April bis Juni um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte VW noch 2,29 Milliarden Euro verdient – damals bereits ein Rückgang um 36 Prozent gegenüber 2024.

Auslieferungen sinken weltweit, China besonders betroffen

Die weltweiten Auslieferungen gingen konzernweit um fast neun Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders drastisch fiel der Rückgang in China aus: Dort brachen die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge ein. Außerhalb Chinas entwickelte sich der Absatz hingegen etwas stabiler.

Konzernchef Oliver Blume führte den Gegenwind auf mehrere Faktoren zurück: „Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz belasten das Geschäft“, erklärte er bereits im Frühjahr. Um gegenzusteuern, plant Blume neue Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten.

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Massiver Stellenabbau und Werksschließungen geplant

Laut Konzernangaben stehen bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland auf dem Prüfstand – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. Bei der Kernmarke VW sind 35.000 Stellen vorgesehen, der Rest entfällt auf Töchter wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Die Pläne stoßen auf erheblichen Widerstand. Gewerkschaft und Betriebsrat kündigten massiven Gegenwind an. Auch das Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Aufsichtsratsmitglieder stellt, kritisierte die Vorhaben. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern stellen sie die Mehrheit im Aufsichtsrat, wo die Pläne Berichten zufolge zunächst durchfielen.

Ausblick: Sparprogramm trotz Widerstände

Trotz der Widerstände hält Blume an den Sparzielen fest. Der Druck auf den Autobauer bleibt hoch: Neben den internen Problemen verschärfen Handelskonflikte, etwa mit den USA und der EU, sowie die schwächelnde Nachfrage in China die Lage. VW muss sich zudem gegen neue Wettbewerber aus Asien behaupten, die mit günstigeren Elektroautos Marktanteile erobern.

Analysten erwarten, dass der Konzern weitere Details zu den Sparmaßnahmen bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August bekannt geben wird. Bis dahin bleibt offen, ob die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat den Plänen doch noch zustimmt oder ob es zu einer Eskalation kommt.

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