Die Zukunft des krisengeplagten Autozulieferers Weber am Standort Magdeburg bleibt ungewiss. Wie die Albert Weber Gruppe mitteilte, läuft für das Werk weiterhin die Suche nach einem Investor. Für vier andere Standorte der Unternehmensgruppe stehen die Verkaufsverhandlungen dagegen kurz vor dem Abschluss.
IG Metall warnt vor Verlust von Arbeitsplätzen
Am Standort Magdeburg arbeiten nach Angaben der IG Metall rund 140 Beschäftigte. Ihnen wurde laut Gewerkschaft Anfang Juli mitgeteilt, dass der Hauptkunde Porsche seine Aufträge zum 30. September vollständig abziehen will. Zudem solle zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze.
Unternehmen sucht weiter Investoren
Das Unternehmen geht auf diese Angaben in seiner Mitteilung nicht ein. Es erklärt lediglich, dass für die Standorte Magdeburg, Markdorf und Neuenbürg weiter Gespräche mit potenziellen Investoren und Hauptkunden laufen. Neben Interessenten aus der Autoindustrie und Finanzinvestoren würden auch Unternehmen aus der Rüstungsindustrie angesprochen. Wegen der unsicheren Zukunft der drei Standorte seien Kunden gezwungen, neue Versorgungsstränge in Anspruch zu nehmen.
Vier Standorte vor Verkauf
Für die Standorte Plauen, Weinstadt, Roding und Saarbrücken seien die Verkaufsverhandlungen weit fortgeschritten. An drei Standorten stünden Vertragsunterzeichnungen kurz bevor. Die Albert Weber Gruppe befindet sich nach eigenen Angaben seit Ende 2024 in einer Restrukturierung. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem rückläufige Abrufmengen, hohen Kosten- und Margendruck sowie den Wandel der Autoindustrie.



