DWS erzielt Rekord bei verwaltetem Vermögen trotz Gewinnrückgangs
DWS: Rekord bei verwaltetem Vermögen im zweiten Quartal

Die DWS, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, hat im zweiten Quartal 2026 einen neuen Rekord beim verwalteten Vermögen aufgestellt. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Kundengelder musste der Konzern jedoch einen Rückgang des Nettogewinns hinnehmen.

Rekordzuflüsse treiben verwaltetes Vermögen auf 1,19 Billionen Euro

Bis Ende Juni kletterte das verwaltete Vermögen auf 1,19 Billionen Euro – ein neuer Höchststand. Dies gab die DWS am Mittwoch in Frankfurt bekannt. Besonders das Geschäft mit passiven Indexfonds trug zu den Zuwächsen bei. Einschließlich der Cash-Produkte flossen im zweiten Quartal frische Gelder in Höhe von 24,8 Milliarden Euro zu. Im gesamten ersten Halbjahr beliefen sich die Nettozuflüsse auf 35,8 Milliarden Euro.

Konzernchef Stefan Hoops zeigte sich zufrieden: „Die DWS hat im zweiten Quartal wieder an Tempo zugelegt, angetrieben von den strategischen Anpassungen, die wir Anfang des Jahres vorgenommen hatten.“ Diese Aussage unterstreicht den Erfolg der Neuausrichtung.

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Gewinn sinkt trotz Rekordzuflüssen

Trotz der starken Mittelzuflüsse ging der Nettogewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf 237 Millionen Euro zurück. Die Erträge fielen um sechs Prozent auf 773 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen eine im ersten Quartal verbuchte Performancegebühr im Infrastruktur-Bereich, die im zweiten Quartal nicht wiederholt wurde.

Gleichzeitig stiegen die Kosten: Sie lagen mit 5,5 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals. Die Aufwand-Ertrag-Relation verschlechterte sich von 54,1 Prozent auf 60,5 Prozent. Mittelfristig strebt die DWS hier einen Wert von 55 Prozent an.

Erste Jahreshälfte zeigt Gewinnplus

Auf Halbjahressicht sah die Bilanz positiver aus: Der Gewinn stieg um 21 Prozent auf 501 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte die DWS: Der Gewinn je Aktie soll um zehn bis 15 Prozent zulegen.

Die DWS profitiert von der starken Nachfrage nach passiven Anlageprodukten und der Erholung der Märkte. Analysten sehen die Entwicklung kritisch: Der Kostendruck bleibe hoch, und der Rückgang im zweiten Quartal zeige die Volatilität der Ertragsquellen.

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