EZB stellt neue Euro-Banknoten vor: Zehn Entwürfe mit Gesichtern
EZB stellt neue Euro-Banknoten mit Gesichtern vor

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Mittwoch zehn Entwürfe für das neue Design der Euro-Banknoten vorgestellt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde präsentierte die Vorschläge, die einen radikalen Bruch mit den seit fast 25 Jahren vertrauten Designs darstellen. Die neuen Scheine sollen knallige Farben, Hochkantdesigns und echte Menschen zeigen – eine Premiere für die Gemeinschaftswährung.

Herausforderung: 21 Länder, sechs Köpfe

Die Neugestaltung der Euro-Banknoten ist eine komplexe Aufgabe: 21 Euroländer müssen mit nur sechs Motiven zufriedengestellt werden. Bisher zeigten die Scheine fiktive Brücken und Tore, die für Architekturstile standen. Nun sollen echte Persönlichkeiten wie Beethoven, Marie Curie oder der Eisvogel als Symbol für die europäische Vielfalt dienen. Die Auswahl der Motive gestaltet sich schwierig, da sie alle Mitgliedsstaaten repräsentieren sollen.

Moderner Look mit Hochkant-Design

Einige Entwürfe setzen auf ein Hochkant-Format, ähnlich wie bei US-Dollar oder Pfund. Die Farben werden kräftiger und kontrastreicher, um die Erkennbarkeit zu verbessern. Die Integration von Porträts realer Personen ist eine Neuerung, die die Banknoten persönlicher machen soll. Bisher waren auf Euro-Scheinen nur Fenster, Tore und Brücken zu sehen.

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Zeitplan und Umsetzung

Die endgültige Entscheidung über das Design wird für 2025 erwartet. Die neuen Banknoten sollen schrittweise ab 2028 in Umlauf gebracht werden. Die EZB betont, dass die Sicherheitsmerkmale weiterentwickelt werden, um Fälschungen zu erschweren. Die Bürgerinnen und Bürger können über eine Online-Umfrage ihre Präferenzen äußern.

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