Tagesgeld-Vergleich: Drei Banken mit 4 Prozent Zinsen im Check
Tagesgeld: Drei Banken mit 4 Prozent Zinsen im Vergleich

Trotz erhöhter Inflation haben Sparerinnen und Sparer derzeit Grund zur Freude. Mehrere Banken bieten so hohe Zinsen auf das Tagesgeld, dass sich die Kaufkraft des Ersparten erhält oder sogar steigert. Im aktuellen Tagesgeld-Vergleich teilen sich drei Banken den Spitzenplatz mit 4,0 Prozent Zinsen pro Jahr. Doch die Angebote haben jeweils ihre Eigenheiten – etwa bei der Länge der Zinsgarantie oder den Nebenbedingungen. Dieser Artikel hilft bei der Entscheidung, welches Angebot am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Die drei 4-Prozent-Angebote im Überblick

Die Spitzenreiter am Markt sind Chase, Norisbank und Crédit Agricole. Wie weit sie vorne liegen, zeigt ein Blick in den Tagesgeld-Vergleich. Die nächstbesten Angebote kommen von der Consorsbank mit 3,4 Prozent für fünf Monate, der Stellantis Bank mit 3,52 Prozent für drei Monate und der Renault Bank mit 3,5 Prozent für drei Monate. Wichtig: Kein Vergleichsrechner bietet vollständige Markttransparenz, daher kann es weitere Angebote geben.

Zinsgarantie: Crédit Agricole bietet die längste Laufzeit

Bei der Länge der Zinsgarantie liegt die Crédit Agricole vorn. Der Zinssatz gilt bis zum 31. Januar 2027, also mehr als sieben Monate. Die Norisbank folgt mit einer Zinsbindung vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, insgesamt sechs Monate. Chase bietet eine Zinsgarantie von vier Monaten. Wer eine lange Zinsgarantie bevorzugt, muss das Tagesgeldkonto seltener wechseln.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Anschlusszins: Chase mit 2,0 Prozent am besten

Beim Anschlusszins nach Ablauf der Garantie liegt Chase mit 2,0 Prozent an der Spitze. Die Norisbank bietet nur 0,75 Prozent, bei der Crédit Agricole sind die Konditionen noch unklar und werden auf Basis der Marktbedingungen festgelegt.

Anlagesumme: Crédit Agricole begrenzt auf 10.000 Euro

Die Höhe der Spareinlage spielt eine wichtige Rolle. Bei der Norisbank gilt der Aktionszins bis 250.000 Euro, bei Chase bis zu einer Million Euro. Die Crédit Agricole erlaubt nur Einlagen bis 10.000 Euro – geeignet für den Notgroschen oder als Beimischung. Die gesetzliche Einlagensicherung deckt nur Beträge bis 100.000 Euro pro Kunde ab. Größere Summen sollten auf mehrere Banken verteilt werden.

Einlagensicherung: Deutsche vs. französische Sicherung

Alle drei Angebote verfügen über eine gesetzliche Einlagensicherung nach EU-Standard. Norisbank und Chase stehen unter dem deutschen Schutzschirm, die Crédit Agricole gehört dem französischen Einlagensicherungsfonds an. Bei einer systemischen Bankenkrise gilt die deutsche Einlagensicherung aufgrund der hohen Finanzkraft des Staates als besonders sicher. Eine Garantie auf ein Eingreifen gibt es jedoch nicht.

Girokonto-Pflicht: Zwei von drei Banken verlangen ein Konto

Bei der Norisbank ist die Eröffnung eines Girokontos erforderlich. Kunden müssen zudem mindestens drei Zahlungsverbindungen umstellen und erhalten eine Prämie von 120 Euro. Das Girokonto ist für unter 30-Jährige oder ab 500 Euro Geldeingang kostenlos. Auch die Crédit Agricole verlangt ein kostenloses Girokonto, aber keine weiteren Bedingungen. Chase hingegen bietet das Tagesgeldkonto ohne Nebenbedingungen an.

Steuerliche Behandlung: Crédit Agricole zahlt brutto aus

Bei der Crédit Agricole erfolgt kein Steuerabzug. Kunden müssen die Kapitalertragsteuer, den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer über die Steuererklärung abführen. Norisbank und Chase behalten die Steuer ein. Ein Freistellungsauftrag kann den steuerlichen Freibetrag von 1.000 Euro pro Person nutzen.

Fazit: Lange Zinsgarantie oder wenig Aufwand

Alle drei Angebote sind beim Aktionszins top. Die Crédit Agricole bietet die längste Zinsgarantie, erfordert aber ein Girokonto und etwas Mehraufwand bei der Steuer – bei einem Maximalbetrag von 10.000 Euro. Die Norisbank ist steuereinfach und für große Beträge geeignet, verlangt aber ebenfalls ein Girokonto. Chase ist am unkompliziertesten, hat aber die kürzeste Zinsgarantie. Die Wahl hängt also von den persönlichen Prioritäten ab: lange Zinsgarantie oder geringer Aufwand.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration