Unicredit übertrifft Erwartungen: Gewinn steigt auf 2,91 Milliarden Euro
Unicredit übertrifft Erwartungen: Gewinn steigt auf 2,91 Mrd

Die italienische Großbank Unicredit hat im zweiten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 2,91 Milliarden Euro erzielt und damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 2,8 Milliarden Euro übertroffen. Vorstandschef Andrea Orcel hob die Prognose für das Gesamtjahr an: Statt „mindestens 11 Milliarden Euro“ erwartet die Bank nun einen Jahresgewinn deutlich über 11 Milliarden Euro. Auch die mittelfristigen Profitziele wurden nach oben korrigiert.

Unicredit: Commerzbank-Übernahme und Zwischendividende

Die starken Zahlen verschaffen Orcel Rückenwind für den Vorstoß bei der Commerzbank. Unicredit hat eigenen Angaben zufolge das Übernahmeangebot vor wenigen Wochen abgeschlossen und steuert auf eine Kontrolle von knapp 50 Prozent zu, was ausreicht, um zentrale Entscheidungen beim Rivalen maßgeblich zu beeinflussen. Gleichzeitig kündigte die Bank eine Zwischendividende von rund 2,8 Milliarden Euro an. Der Umsatz stieg im Quartal um 6,6 Prozent, wobei höhere Gebühreneinnahmen Belastungen aus Absicherungs- und Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Commerzbank-Beteiligung überkompensierten.

Kühne+Nagel hebt Gewinnziel an

Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel hat nach Zuwächsen im zweiten Quartal seine Gewinnprognose für 2026 angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken, nachdem zuvor 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken in Aussicht gestellt worden waren. Als Grund nannte Kühne+Nagel gute Geschäfte in der Luftfracht sowie Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mit der neuen Prognose übertrifft der Konzern die Analystenerwartungen, die im Mittel bei 1,41 Milliarden Franken lagen.

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Im abgelaufenen Quartal steigerte Kühne+Nagel den Umsatz um acht Prozent auf 6,6 Milliarden Franken, das operative Ergebnis legte um elf Prozent auf 381 Millionen Franken zu. Konzernchef Stefan Paul erklärte: „Die Geschäftsentwicklung der Kühne+Nagel-Gruppe im zweiten Quartal 2026 hat stark an Momentum gewonnen.“ Besonders die Luftfracht habe mit einem um 35 Prozent gesteigerten operativen Ergebnis ein hervorragendes Quartal verzeichnet.

Super Micro profitiert vom KI-Boom

Der Server-Anbieter Super Micro Computer profitiert von der steigenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für Künstliche Intelligenz. Im vierten Quartal seien Aufträge im Wert von über 60 Milliarden US-Dollar eingegangen, teilte das Unternehmen mit. Der Aktienkurs stieg daraufhin im nachbörslichen Handel um 16 Prozent. Der Serverhersteller erwartet für das Ende Juni abgelaufene Quartal eine bereinigte Bruttomarge zwischen 15 und 17 Prozent, deutlich über der bisherigen Prognose von 8,2 bis 8,4 Prozent, was auf einen günstigen Kunden- und Produktmix zurückzuführen ist.

Weitere Unternehmensmeldungen

Der Schweizer Pharmakonzern Roche leidet unter dem starken Franken: Der Umsatz fiel in der Berichtswährung um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden Franken, währungsbereinigt wuchs er um sechs Prozent. Der Kerngewinn je Aktie sank im Halbjahr um zwei Prozent auf 10,85 Franken. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Roche.

Die Google-Mutter Alphabet wuchs im vergangenen Quartal stärker als erwartet: Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden Dollar zu, der Quartalsgewinn stieg auf 112,1 Milliarden Dollar, begünstigt durch Wertsteigerungen bei Investments wie SpaceX.

Tesla verfehlte die Gewinnerwartungen: Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 33 Cent, Analysten hatten 51 Cent erwartet. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 28,24 Milliarden Dollar, die Auslieferungen legten um ein Viertel auf 480.126 Fahrzeuge zu.

IBM kappte nach enttäuschenden Zahlen die Jahresziele: Der Umsatz werde 2026 voraussichtlich nur um vier bis fünf Prozent statt um mehr als fünf Prozent zulegen. Texas Instruments übertraf die Erwartungen dank wachsender Nachfrage nach Serverchips: Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 5,46 Milliarden Dollar.

Daimler Truck erhöhte die Prognose aufgrund von Fortschritten in den USA. Der Schmierstoffhersteller Fuchs hob die Gewinnprognose nach einem starken ersten Halbjahr an. Die spanische Santander übertraf die Gewinnerwartungen dank der TSB-Übernahme. Der Anlagenbauer GEA hob nach einem starken zweiten Quartal die Jahresziele an.

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Der Hamburger Hafenkonzern HHLA senkte seine Prognose aufgrund von Automatisierungsmaßnahmen und Wintereinbruch. Ryanair verzeichnete einen Gewinneinbruch von 34 Prozent aufgrund des hohen Ölpreises und des Nahost-Konflikts. Salzgitter hob nach einem Gewinnsprung die Prognose an. Wacker Neuson und SMA Solar blicken optimistischer auf das Gesamtjahr.