Gefühlte Temperatur: Warum 26 Grad wie 35 Grad wirken können
Gefühlte Temperatur: Warum 26 Grad wie 35 wirken

Warum fühlen sich 26 Grad manchmal wie 35 Grad an?

Wenn das Thermometer 26 Grad anzeigt, aber jeder Schritt sich anfühlt wie in einer Sauna, dann spricht man von der gefühlten Temperatur. Dr. Stefan Muthers vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt, dass diese oft wichtiger für unseren Körper ist als der reine Messwert.

Die gefühlte Temperatur berücksichtigt neben der Lufttemperatur auch die Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung. Hohe Luftfeuchtigkeit erschwert die Schweißverdunstung, wodurch der Körper sich wärmer anfühlt. Wind hingegen kühlt die Haut, sodass es sich kälter anfühlt.

Einflussfaktoren auf die gefühlte Temperatur

  • Luftfeuchtigkeit: Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto schwüler und wärmer fühlt es sich an.
  • Wind: Wind verstärkt die Kühlung durch Verdunstung, senkt die gefühlte Temperatur.
  • Sonneneinstrahlung: Direkte Sonne kann die gefühlte Temperatur um mehrere Grad erhöhen.

Dr. Muthers betont, dass die gefühlte Temperatur besonders bei Hitzewellen wichtig ist, um Gesundheitsrisiken wie Hitzschlag oder Kreislaufprobleme einzuschätzen. Während 26 Grad bei trockener Luft noch angenehm sein können, können sie bei hoher Luftfeuchtigkeit gefährlich werden.

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Praktische Tipps für heiße Tage

An Tagen mit hoher gefühlter Temperatur empfiehlt der Experte, körperliche Anstrengung zu vermeiden, viel zu trinken und sich im Schatten aufzuhalten. Auch leichte Kleidung und regelmäßige Abkühlung helfen, den Körper zu entlasten.

Die gefühlte Temperatur wird vom DWD regelmäßig in Hitzewarnungen integriert, um die Bevölkerung zu schützen. Denn oft ist nicht die gemessene Temperatur entscheidend, sondern das, was wir tatsächlich spüren.

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