US-Angriffspause im Iran lässt Ölpreis zeitweise unter 90 Dollar fallen
Ölpreis fällt unter 90 Dollar nach US-Angriffspause im Iran

Die Ölpreise sind am Montag deutlich gefallen, nachdem die USA ihre Angriffsserie auf Iran ausgesetzt hatten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent brach im frühen Handel um bis zu sieben Prozent ein und fiel zeitweise unter die Marke von 90 US-Dollar. Am Morgen notierte Brent bei knapp 93 Dollar, rund vier Prozent unter dem Niveau vom Freitag. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 5,4 Prozent auf 84,45 Dollar nach.

Hintergrund der Preiskorrektur

Die USA hatten zuvor 13 Nächte in Folge Angriffe auf Iran gemeldet. In dieser Zeit war der Brent-Preis auf über 100 Dollar gestiegen. Am Sonntag erklärte Iran, die eigenen Angriffe einzustellen, solange die USA dies ebenfalls täten. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen griffen jedoch weiterhin saudische Ölanlagen an der Küste des Roten Meeres an.

Analystenkommentar und Börsenreaktion

„Unterm Strich sieht es so aus, als hätten sich die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende positiv entwickelt“, sagte Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank (NAB). Dies stütze die Annahme, dass ein Ölpreis von über 100 Dollar pro Barrel beide Seiten zur Deeskalation veranlasse. Die internationalen Börsen reagierten verhalten: Der japanische Nikkei-Index legte um 0,1 Prozent zu, während der südkoreanische KOSPI um 1,1 Prozent nachgab.

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Ausblick und Einflussfaktoren

Trotz des Rückgangs bleibt das Preisniveau hoch. Experten verweisen auf mehrere Faktoren, die den Ölpreis weiter treiben könnten: die angespannte Lage im Nahen Osten, die Haltung der OPEC+ sowie die globale Nachfrageentwicklung. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Waffenruhe hält und ob der Ölpreis unter der 100-Dollar-Marke bleiben kann.

Bereits in der vergangenen Woche war der Brent-Preis aufgrund der US-Angriffe auf Iran auf über 100 US-Dollar gestiegen. Die aktuelle Entspannung führte zu einem deutlichen Preisrückgang, der aber nicht über die anhaltenden Risiken hinwegtäuschen sollte. Die Huthi-Angriffe auf saudische Anlagen zeigen, dass die Region weiterhin instabil ist.

Insgesamt bleibt die Marktlage volatil. Anleger beobachten die geopolitischen Entwicklungen genau, da eine erneute Eskalation den Ölpreis schnell wieder nach oben treiben könnte. Analysten raten zur Vorsicht bei der Prognose, da die politischen Unsicherheiten weiterhin hoch sind.

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