Die Bundesregierung treibt den Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Deutschland mit einem neuen Aktionsprogramm voran. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das die Abhängigkeit von Rohstoffen reduzieren soll. Kurzfristig sind rund 260 Millionen Euro vorgesehen, von 2027 bis 2030 sollen weitere 305 Millionen Euro fließen. Insgesamt zwölf Maßnahmen sollen bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Unabhängigkeit durch Kreislaufwirtschaft
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte die Bedeutung des Programms: „Kreislaufwirtschaft macht unsere Wirtschaft unabhängiger.“ Sie schütze Unternehmen, wenn internationale Lieferketten brüchig würden. Die Mittel stammen aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie dem Klimaschutzprogramm 2026.
Förderung und Regulierung
Das Programm setzt auf eine Kombination aus Fördermitteln, neuen Regeln und Digitalisierung. Kern ist das neue Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“, das ab Ende 2026 innovative Produktionsverfahren und die Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe unterstützen soll. Geplant sind zudem rechtliche Änderungen wie ein neues Textilgesetz und ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten.
Mit diesen Schritten will die Bundesregierung die Kreislaufwirtschaft beschleunigen und die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Lieferkettenstörungen machen.



