Eine neue Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Viel Sonne und hochsommerliche Temperaturen bestimmen das Wetter. „Es wird von Tag zu Tag etwas wärmer“, sagt Meteorologin Jacqueline Kernn von der Wettervorhersage-Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Im Südwesten steigt die Temperatur zu Wochenbeginn verbreitet über 35 Grad. „Neue Hitzerekorde sind jedoch nicht zu erwarten“, so Kernn. Da die Luft relativ trocken sei, sei die Wärmebelastung nicht ganz so hoch wie zur Hitzewelle im Juni.
Tropennächte und steigende Belastung
„Allerdings werden die Nächte im Südwesten wieder zunehmend tropisch, damit sinkt die Möglichkeit der Erholung und die Belastung steigt“, warnt die Meteorologin. Eine Tropennacht liegt vor, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. Dies erschwert die nächtliche Erholung und erhöht die gesundheitliche Belastung, insbesondere für ältere und kranke Menschen.
Waldbrandgefahr und UV-Schutz
Wegen der anhaltenden Trockenheit nimmt die Gefahr für Brände in Wald und Flur zu. Der DWD weist auf die hohe Waldbrandgefahr hin. Zudem ist der UV-Index hoch bis sehr hoch, da die Sonne in vielen Regionen den ganzen Tag von einem wolkenlosen Himmel strahlt. Bei längeren Aufenthalten im Freien sollte man sich daher schützen, etwa durch Sonnencreme, Kleidung und das Meiden der Mittagssonne.
Ende der Hitzewelle ungewiss
Noch ist unsicher, wie lange die Hitzewelle andauern wird, teilt der DWD mit. Wettermodelle deuten zum Ende der nächsten Woche auf zunehmenden Tiefdruckeinfluss hin. Damit würde die Luft feuchter und schwüler werden, sodass das Potenzial für kräftige Gewitter zunimmt. Gleichzeitig zeichnet sich dann ein allmählicher Temperaturrückgang ab.
Regionale Unterschiede im Detail
Die Temperaturen steigen am Samstag im Norden und Osten auf bis zu 25 bis 30 Grad, an den Küsten auf 20 bis 23 Grad. Im Süden und Westen werden laut DWD 29 bis 35 Grad erreicht. Während es im Westen und Süden fast nur Sonne gibt, können im Norden und Osten zeitweise Wolken durchziehen. Die Nacht zum Sonntag ist im Osten locker bewölkt, sonst klar, später ziehen im Norden Wolkenfelder auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 19 Grad, in Hanglagen und Ballungszentren Südwestdeutschlands um 20 Grad.
Am Sonntag gibt es in der Nordosthälfte zeitweise Wolken, im Nordosten und Osten sind einzelne Schauer möglich. Es wird bis zu 26 bis 31 Grad warm, an der Küste ist es etwas kühler. Im Südwesten werden die höchsten Werte mit maximal 29 bis 35 Grad erreicht. Am Montag kann es dort sogar bis zu 37 Grad heiß werden. Die Hitzewelle bleibt also vor allem im Süden und Westen intensiv, während der Norden und Osten etwas mildere Temperaturen und mehr Wolken erwarten.



