Die Pelletspreise in Deutschland steigen weiter an. Am Montag, den 27. Juli 2026, liegt der Durchschnittspreis pro Tonne bei 395,89 Euro – ein Plus von rund zehn Euro im Vergleich zum 21. Juli (385,50 Euro). Der Aufwärtstrend setzt sich damit fort, wie die tägliche Erfassung des Portals „Heizpellets24“ zeigt.
Preisentwicklung der letzten Tage
Ein Blick auf die vergangene Woche verdeutlicht den Anstieg: Am 22. Juli notierten die Preise bei 388,08 Euro, am 23. Juli bei 392,29 Euro und am 24. Juli bei 394,53 Euro. Der aktuelle Preis von 395,89 Euro liegt knapp unter der 400-Euro-Marke. Seit dem 15. Juli 2026, als der Preis noch 378,09 Euro betrug, ist ein Anstieg von knapp 18 Euro zu verzeichnen.
Vergleich zum Vorjahr und saisonale Einordnung
Im Vergleich zum Juli 2025 müssen Verbraucherinnen und Verbraucher rund 100 Euro mehr pro Tonne zahlen. Damals lag der Preis bei etwa 278 Euro. Grundsätzlich sind Pellets in den Sommermonaten tendenziell günstiger – die Energiekrise 2022 stellte eine Ausnahme dar. Im Februar 2026 erreichten die Preise mit über 400 Euro einen Spitzenwert, seither sanken sie bis zum Sommer leicht, bevor nun wieder ein Anstieg zu beobachten ist.
Regionale Preisunterschiede nach Bundesland
Neben der Jahreszeit spielt der Wohnort eine wichtige Rolle. Die Preise variieren teils deutlich zwischen den Bundesländern, da Pellets ein regionaler Brennstoff sind. Die Daten des Portals „energienutzer.de“ (Stand Juli 2026, Bestellmenge sechs Tonnen) zeigen folgende Durchschnittswerte:
- Nord/Ost (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein): 382,04 Euro
- Mitte (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen): 385,70 Euro
- Süd (Bayern, Baden-Württemberg, Saarland): 389,88 Euro
Die Menschen im Süden zahlen demnach am meisten. Ein genauer Preisvergleich lohnt sich immer, da die regionale Abdeckung und Logistik die Endkosten beeinflussen.
Kaufempfehlung für Verbraucher
Wer nur wenige oder keine Pellets auf Vorrat hat, sollte nicht allein auf den Preis achten. Experten raten, zumindest eine kleine Menge zu ordern, um nicht in der Hochpreissaison im Winter nachkaufen zu müssen. Ein guter Zeitpunkt für die Bestellung sind die Sommermonate – sofern kein extremer Preisanstieg wie in der Energiekrise 2022 herrscht. Online-Portale wie „Heizpellets24“ oder „energienutzer.de“ helfen bei der Preissuche.
Einflussfaktoren auf die Pelletspreise
Die Preise werden von mehreren Faktoren bestimmt: Rohstoffkosten (Holz), Produktions-, Transport- und Lagerkosten sowie die saisonale Nachfrage. Zudem wirken sich allgemeine Energiepreise und politische Entscheidungen aus. Pellets gelten als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen, auch wenn die Preise in den letzten Jahren Schwankungen unterlagen.
Zukunftsperspektiven
Die Entwicklung des Pelletmarktes ist schwer vorherzusagen, da sie von der Energiepreis- und Klimapolitik abhängt. Viele Experten sehen Pellets als Übergangslösung, während andere auf Wärmepumpen oder Fernwärme setzen. Fest steht: Wer jetzt vergleicht, kann von den aktuellen, noch moderaten Preisen profitieren.



