Wero jetzt bei Lidl: Schnelle Bezahlung per Girokonto
Wer bei Lidl online einkauft, kann seine Bestellung seit dem 24. Juli 2026 auch mit der europäischen PayPal-Alternative Wero bezahlen. Nach Unternehmensangaben ist der Discounter der erste Lebensmittelhändler in Deutschland, der Wero in seinen Online-Shop eingebunden hat. Die Integration erfolgte über die Schnittstelle des Zahlungsdienstleisters, der von einem Konsortium europäischer Banken betrieben wird.
So funktioniert die Wero-Zahlung bei Lidl
Voraussetzung für die Bezahlung per Wero ist ein Girokonto bei einer der 18 teilnehmenden Banken. Welche Institute genau teilnehmen, listet der Dienst auf seiner Website auf. Der Bezahlvorgang gestaltet sich einfach: Kunden, die auf dem Smartphone bestellen, wählen Wero als Zahlungsmethode aus und werden direkt in die Banking-App ihrer Bank weitergeleitet. Dort geben sie die Zahlung per Freigabe frei. Erfolgt die Bestellung am Computer oder Tablet, wird ein QR-Code auf dem Bildschirm angezeigt, der mit dem Smartphone gescannt wird. Anschließend wird der Kaufbetrag innerhalb weniger Sekunden direkt vom Girokonto an Lidl überwiesen.
European Payments Initiative: Das steckt hinter Wero
Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von 18 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern. Ziel ist es, eine europäische Alternative zu bestehenden Bezahldiensten wie PayPal zu schaffen. Laut EPI soll Wero nicht nur Online-Zahlungen, sondern künftig auch Bezahlvorgänge im stationären Handel und Peer-to-Peer-Überweisungen ermöglichen. Mit der Aufnahme von Lidl als einem der ersten großen Handelsketten in Deutschland gewinnt das System an Marktdurchdringung.
Lidl als wichtiger Partner für die Verbreitung von Wero
Damit sich Wero im Alltag stärker verbreitet, reicht die Unterstützung durch Banken allein nicht aus. Entscheidend ist auch, dass möglichst viele Händler den Dienst anbieten. Mit Lidl kommt nun ein weiterer großer Partner hinzu. Der Discounter betreibt einen der meistbesuchten Online-Shops im Lebensmittelbereich in Deutschland. Dadurch soll die Bezahlmethode für Kunden attraktiver werden. Nach Angaben von Lidl habe man sich für die Integration entschieden, um den Kunden eine schnelle und sichere Zahlungsalternative zu bieten. Weitere Einzelheiten zu geplanten Ausweitungen teilte das Unternehmen nicht mit.
Ausblick und Konkurrenz im Zahlungsverkehr
Wero tritt damit in direkte Konkurrenz zu etablierten Diensten wie PayPal, Klarna oder Sofortüberweisung. Während PayPal weltweit führend ist, setzt Wero auf die direkte Konto-zu-Konto-Zahlung ohne Zwischenschaltung eines Wallet-Anbieters. Die European Payments Initiative hofft, durch die enge Bindung an die Hausbanken und die schnelle Abwicklung einen Vorteil zu erzielen. Ob sich Wero am Markt durchsetzen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie viele weitere Händler und Verbraucher den Dienst nutzen. Mit Lidl ist ein erster wichtiger Schritt getan.



