Bauland in Bayern: Preise steigen auf 428 Euro pro Quadratmeter
Bauland in Bayern: Preise steigen auf 428 Euro pro Quadratmeter

Die Preise für Bauland in Bayern sind im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, wurden 2023 im Schnitt 428 Euro pro Quadratmeter für baureifes Land gezahlt – 47 Euro mehr als im Vorjahr. Damit liegen die Preise allerdings knapp unter dem Rekordwert von 2022 (430 Euro). Grund für den leichten Rückgang in diesem Zeitraum war eine deutlich geringere Bautätigkeit, die die Nachfrage dämpfte.

Grundstücksmarkt in Bayern: 9.580 Käufe, 3,4 Milliarden Euro Umsatz

Insgesamt wurden in Bayern 9.580 Kaufverträge für Bauland registriert, die eine Gesamtfläche von 7,9 Millionen Quadratmetern umfassten. Die Kaufsumme belief sich auf 3,4 Milliarden Euro. Die Statistik berücksichtigt alle Käufe von baureifem Land im Freistaat.

Regionale Preisschere: Oberfranken 130 Euro, Oberbayern 1.176 Euro

Die Unterschiede zwischen den Regierungsbezirken sind gewaltig. Während in Oberfranken im Schnitt nur 130 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurden, lag der Preis in Oberbayern bei 1.176 Euro. Dieser Extremwert ist vor allem auf München zurückzuführen, wo der Durchschnittspreis 3.455 Euro beträgt. Ohne die Landeshauptstadt liegt der oberbayerische Durchschnitt bei 649 Euro – fast doppelt so viel wie im nächstplatzierten Bezirk Mittelfranken mit 326 Euro. Es folgen Schwaben (255 Euro), Niederbayern (198 Euro), Oberpfalz (190 Euro) und Unterfranken (176 Euro).

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München dominiert: Ein Drittel der gesamten Kaufsumme

Aufgrund der Preisspitze entfällt ein Großteil der gezahlten Summe auf Oberbayern. Mit 2,1 Milliarden Euro floss mehr als die Hälfte der gesamten bayerischen Baulandausgaben in diesen Regierungsbezirk. Davon entfielen wiederum mehr als die Hälfte – gut 1,1 Milliarden Euro – auf München. Das entspricht etwa einem Drittel der im gesamten Freistaat gezahlten Summe. Zum Vergleich: In den anderen Regierungsbezirken liegen die Werte zwischen 0,1 und 0,4 Milliarden Euro.

Große Unterschiede auf Landkreisebene: Hof günstig, Starnberg teuer

Noch extremer fallen die Unterschiede bei den Landkreisen und kreisfreien Städten aus. Der niedrigste Preis findet sich im Landkreis Hof mit knapp 42 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Kronach mit knapp 51 Euro. Allerdings basieren diese Zahlen oft auf wenigen Verkäufen (teils unter 100 Fällen), sodass ihre Aussagekraft stark eingeschränkt ist. Die teuersten Standorte sind neben München (3.455 Euro) der Landkreis München mit 1.612 Euro und der Landkreis Starnberg mit 1.504 Euro. Außerhalb Oberbayerns erreichen nur Regensburg (1.277 Euro) und Nürnberg (1.111 Euro) den vierstelligen Bereich – auch hier bei geringen Fallzahlen.

Ausblick: Weniger Bauvorhaben bremsen Nachfrage

Der leichte Preisrückgang gegenüber 2022 spiegelt die angespannte Lage am Bau wider. Deutlich weniger Bauprojekte wurden realisiert, was die Nachfrage nach Bauland verringerte. Dennoch bleibt das Preisniveau auf hohem Niveau, insbesondere in Ballungsräumen. Die Statistik des Landesamtes für Statistik zeigt, dass der Markt in Bayern weiterhin stark fragmentiert ist – mit einer enormen Kluft zwischen günstigen ländlichen Regionen und der teuren Metropolregion München.

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