Der Berliner Senat hat am Dienstag ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm verabschiedet, das den Bau von 10.000 neuen Sozialwohnungen bis zum Jahr 2026 vorsieht. Das gab Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) bekannt. Das Programm umfasst ein Investitionsvolumen von insgesamt 2,5 Milliarden Euro.
Hintergrund und Zielsetzung
Die Hauptstadt leidet seit Jahren unter einem angespannten Wohnungsmarkt. Die Mieten steigen kontinuierlich, während bezahlbarer Wohnraum knapp ist. Mit dem neuen Programm will der Senat gegensteuern und insbesondere einkommensschwachen Haushalten eine Perspektive bieten. Geisel betonte: „Wir müssen dringend mehr bezahlbare Wohnungen schaffen. Dieses Programm ist ein wichtiger Schritt, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern.“
Details des Programms
Das Programm sieht vor, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften den Großteil der neuen Wohnungen errichten. Geplant sind Projekte in allen Bezirken, wobei der Schwerpunkt auf Stadtteilen mit besonders hohem Bedarf liegt. Die Wohnungen sollen zu Mietpreisen von maximal 6,50 Euro pro Quadratmeter kalt angeboten werden. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Landes Berlin und des Bundes. Insgesamt sind 2,5 Milliarden Euro veranschlagt, wovon 1,8 Milliarden vom Land und 700 Millionen vom Bund kommen.
Reaktionen und Kritik
Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus reagierte gemischt. Während die Grünen das Programm grundsätzlich begrüßten, forderten sie eine stärkere Berücksichtigung von ökologischen Kriterien. Die CDU kritisierte hingegen, dass das Programm zu spät komme und die Zahl von 10.000 Wohnungen nicht ausreiche. Der Mieterverein Berlin lobte die Initiative, mahnte jedoch eine schnellere Umsetzung an. „Jede neue Sozialwohnung ist gut, aber wir brauchen dringend mehr Tempo“, sagte ein Sprecher.
Ausblick
Der Senat rechnet damit, dass die ersten Bauprojekte noch in diesem Jahr starten können. Die vollständige Umsetzung des Programms soll bis 2026 erfolgen. Langfristig plant der Senat, jährlich mindestens 5.000 neue Sozialwohnungen zu schaffen, um den Bedarf zu decken. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, hängt jedoch auch von der weiteren Finanzierung und der Verfügbarkeit von Grundstücken ab.



