Wer den Kauf einer Immobilie plant, sollte die Bauzinsen stets im Blick behalten. Bereits geringe Zinsänderungen können die monatliche Rate einer Baufinanzierung spürbar beeinflussen. Im Juni haben zahlreiche Banken ihre Konditionen angepasst. Besonders im Fokus steht dabei die ING, die einen neuen Zinsrabatt eingeführt hat. Unser Kredit-Zinsen-Update informiert regelmäßig über die aktuellen Konditionen für Immobilienfinanzierungen. Neben den aktuellen Bauzinsen vieler Anbieter finden Sie wertvolle Tipps zur Vorbereitung und Beantragung Ihres Immobilienkredits. Wichtig zu wissen: Der tatsächliche Zinssatz hängt stets von der Bonität des Antragstellers ab.
ING bietet neuen Bauzinsen-Rabatt ab 200.000 Euro
Die ING hat ihre Konditionen für Baufinanzierungen zum Monatsstart gesenkt und gewährt nun einen zusätzlichen Zinsvorteil: Für Darlehen ab 200.000 Euro erhalten Kunden einen Zinsrabatt von 0,10 Prozentpunkten. Dieses Angebot gilt sowohl für Neu- als auch für Anschlussfinanzierungen. Zudem lässt es sich mit der Baufi Energy, der Baufinanzierung Green sowie regionalen Zinsrabatten kombinieren. Ausgenommen sind Forward-Darlehen, Prolongationen, Zwischenfinanzierungen und Aufbaufinanzierungen. Trotz dieser attraktiven Rabatte bleibt ein gründlicher Vergleich der verschiedenen Anbieter unerlässlich. Mit unserem Vergleichsrechner können Sie Darlehenssumme, Tilgung und Laufzeit individuell eingeben, um erste Angebote zu erhalten.
Neue Bauzinsen bei der Allianz
Zum Monatsstart im Juni hat auch die Allianz ihre Konditionen für Baufinanzierungen gesenkt. Laut repräsentativem Beispiel liegt der gebundene Sollzins bei 4,67 Prozent pro Jahr, der effektive Jahreszins bei 4,80 Prozent. Bei einem Nettodarlehensbetrag von 150.000 Euro ergibt sich eine monatliche Rate von 833,75 Euro, bei einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent und einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent. Neu ist ein Sollzinsrabatt für KfW-Darlehen: Wer bis zum 30. Juni 2026 eine Allianz-Baufinanzierung in Kombination mit bestimmten KfW-Programmen abschließt, erhält einen Zinsabschlag von 0,20 Prozentpunkten. Der Rabatt gilt für die KfW-Programme 124, 261, 297, 298, 300, 308, 358 und 359 – allesamt Förderprogramme für energieeffizientes Wohnen. Weitere Informationen zu den einzelnen KfW-Darlehen finden Sie in unserem Ratgeber zur Baufinanzierung mit KfW-Förderung.
Auch andere Banken locken mit Zinsrabatten. Die ING bietet etwa mehrere Möglichkeiten: Einen Rabatt von 0,10 Prozentpunkten für die Baufinanzierung Green bei Immobilien der Energieeffizienzklassen A oder A+, einen Rabatt von 0,10 Prozentpunkten für die Baufi Energy bei energetischen Modernisierungen ab 100.000 Euro, sofern die Effizienzklasse um mindestens eine Stufe verbessert wird und danach mindestens Klasse F erreicht wird, sowie einen Rabatt von 0,10 Prozentpunkten bei Verlängerung bestehender ING-Darlehen für Häuser.
Kaufende halten monatliche Rate trotz steigender Bauzinsen stabil
Die Bauzinsen sind laut Vermittler Baufi24 im Mai über die Vier-Prozent-Marke geklettert. Eine Auswertung ergab, dass der durchschnittliche effektive Jahreszins im vergangenen Monat bei 4,02 Prozent für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung lag, nach 3,93 Prozent im April. Der Durchschnittszins über alle Laufzeiten stieg von 3,92 auf 4,04 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe schwankte zwischen 2,95 und 3,17 Prozent und zog die Bauzinsen mit. Die monatlichen Belastungen gingen jedoch nur geringfügig nach oben: Kunden zahlten im Mai 1443 Euro statt 1432 Euro pro Monat. Dass der Anstieg so gering ausfiel, lag vor allem daran, dass Kreditnehmer die durchschnittliche Darlehenssumme von 304.723 auf 302.842 Euro senkten und mit 114.544 Euro mehr Eigenkapital einbrachten als im Vormonat. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote wuchs um 0,5 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent. Eine spürbare Entlastung bei Zinsen oder Immobilienpreisen ist kurzfristig nicht zu erwarten, so die Prognose.
Der Konkurrent Dr. Klein gibt aktuell eine Zinsspanne von 3,57 bis 4,24 Prozent je nach Sollzinsbindung an. Beim Vermittler Interhyp liegt der durchschnittliche Sollzins für zehnjährige Finanzierungen bei 3,9 Prozent.
ING-Bauzinsen sinken erneut
Kurz nach der Zinssenkung Ende Mai folgte bei der ING direkt die nächste: Die Direktbank senkte die Zinssätze über alle Laufzeitbindungen um fünf Basispunkte. Damit liegen die Bauzinsen wieder auf dem Niveau vor der Erhöhung Mitte Mai. Im repräsentativen Beispiel sinkt der Sollzins von 4,25 auf 4,20 Prozent, der effektive Jahreszins von 4,36 auf 4,31 Prozent. Die monatliche Rate beträgt 1800 Euro, eine Ersparnis von 12,50 Euro im Monat. Im Vergleich mit anderen Anbietern wirkt das Angebot der ING zunächst teuer, doch durch verschiedene Zinsrabatte kann sich das Bild verschieben.
ING legt Rückwärtsgang bei Bauzinsen ein
Nach einer Erhöhung Mitte Mai traten die Zinsen für Immobilienkredite bei der ING wieder den Rückwärtsgang an. Die Direktbank senkte die Zinssätze um sieben Basispunkte. Im repräsentativen Beispiel sinkt der Sollzins von 4,32 auf 4,25 Prozent, der effektive Jahreszins von 4,43 auf 4,36 Prozent. Die monatliche Belastung reduziert sich um 1830 Euro auf 1812,50 Euro. Auch hier wirkt das Angebot zunächst teuer, aber Zinsrabatte können die Konditionen verbessern.
Neue Zinsen bei der PSD Bank Nürnberg
Bei der PSD Bank Nürnberg stiegen die Zinsen für Baufinanzierungen leicht. Der effektive Zins im repräsentativen Beispiel stieg um 3 Basispunkte auf 3,63 Prozent. Bei einer Gesamtfinanzierung von 300.000 Euro, zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent ergibt sich eine monatliche Belastung von 1367,47 Euro. Mit einem effektiven Jahreszins von 3,63 Prozent liegt die PSD Bank knapp unter der Spanne von Dr. Klein und unter dem üblichen Sollzins von Interhyp.
Bauzinsen vor wichtiger Entscheidung im Juni
Seit Anfang April bewegen sich die Bestzinsen für Baufinanzierungen weitgehend seitwärts. Laut einer Auswertung des Maklerpools Qualitypool schwankten die zehnjährigen Zinsbindungen zwischen 3,59 und 3,62 Prozent, die fünfzehnjährigen zwischen 3,80 und 3,87 Prozent. Experten rechnen mit einer möglichen EZB-Erhöhung im Juni, die Druck auf die langfristigen Swap-Sätze ausüben könnte. Kunden wird geraten, die Lage genau zu beobachten und bei konkretem Angebot eine Absicherung zu prüfen. Der Ausblick für die Bauzinsen ist kurzfristig volatil seitwärts bis leicht steigend, langfristig sind Zinserhöhungen möglich.
Neue Bauzinsen bei ING
Nach mehreren Senkungen im Mai hob die ING die Zinsen um 12 Basispunkte an. Der Sollzins stieg auf 4,32 Prozent, der effektive Jahreszins auf 4,43 Prozent. Die monatliche Rate beträgt 1830 Euro statt 1800 Euro. Im Marktvergleich liegt die ING damit über den besten Konditionen, aber Zinsrabatte können das Bild verschieben.
Beste Bauzinsen zum Wochenende
Ein konkreter Vergleich zeigt deutliche Unterschiede: Bei einem Immobilienkauf für 400.000 Euro mit 80.000 Euro Eigenkapital, zehnjähriger Zinsbindung und zwei Prozent Tilgung ergaben sich folgende Konditionen: Dr. Klein mit 3,74 Prozent effektivem Jahreszins und 1657 Euro monatlicher Rate, Interhyp mit 3,79 Prozent und 1672 Euro, DTW Immobilienfinanzierung mit 3,96 Prozent und 1717 Euro sowie Baufi24 mit 3,97 Prozent und 1721 Euro.
Ein gründlicher Vergleich der Angebote ist daher unerlässlich, um die besten Konditionen zu finden.



