Neubauwohnungen für 11,50 Euro/qm in Berlin bleiben leer
Neubauwohnungen für 11,50 Euro/qm in Berlin leer

In Berlin gibt es ein ungewöhnliches Problem: Neue, preisgünstige Neubauwohnungen, die für Normalverdiener gedacht sind, bleiben leer. Der Grund: Nur wenige Berliner kennen das sogenannte WBS 220, einen Wohnberechtigungsschein, der den Zugang zu diesen Wohnungen ermöglicht. Die Neubautour der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften soll nun Abhilfe schaffen und die Bekanntheit des Programms steigern.

Was ist WBS 220?

Der WBS 220 ist ein spezieller Wohnberechtigungsschein für Haushalte mit mittlerem Einkommen. Er berechtigt zur Anmietung von Neubauwohnungen, die zu einem Quadratmeterpreis von nur 11,50 Euro angeboten werden. Diese Wohnungen sind Teil des sozialen Wohnungsbaus und richten sich an Menschen, die zwar nicht als einkommensschwach gelten, aber dennoch auf dem freien Markt kaum bezahlbare Wohnungen finden.

Die Neubautour als Lösung

Um das Problem der Leerstände zu lösen, haben die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften eine Neubautour ins Leben gerufen. Dabei werden potenzielle Mieter persönlich über die Angebote informiert. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Bausenator Christian Gaebler (SPD) und Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) besichtigten kürzlich das Projekt „Neues Gartenfeld“ in Spandau, um für die Initiative zu werben.

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„Viele wissen einfach nicht, dass sie mit ihrem Einkommen Anspruch auf diese günstigen Wohnungen haben“, erklärte Wegner während der Tour. „Wir müssen die Informationen direkt zu den Menschen bringen.“

Warum bleiben die Wohnungen leer?

Experten führen die geringe Nachfrage vor allem auf mangelnde Information zurück. Der WBS 220 ist noch relativ neu und wenig bekannt. Zudem sind die Einkommensgrenzen für viele Berliner überraschend hoch, sodass mehr Haushalte anspruchsberechtigt sind als gedacht. Die Bürokratie und die Antragsstellung schrecken zudem einige ab.

Die Neubautour soll daher nicht nur informieren, sondern auch direkt bei der Antragstellung helfen. Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaften stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung und können die Anträge gleich entgegennehmen.

Zukunft der bezahlbaren Wohnungen in Berlin

Die Stadt Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 100.000 neue Wohnungen zu bauen, davon ein großer Teil im geförderten Wohnungsbau. Projekte wie „Neues Gartenfeld“ sind ein wichtiger Baustein. Damit die Wohnungen auch tatsächlich bezogen werden, müssen die Informationskampagnen verstärkt werden. Die Neubautour ist ein erster Schritt, weitere Aktionen sind geplant.

Berliner, die Interesse an einer der günstigen Wohnungen haben, können sich auf den Internetseiten der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften über die genauen Konditionen und die nächsten Termine der Neubautour informieren.

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