Weniger Wohnungen in Potsdam gebaut
In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam ist die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 deutlich gesunken. Laut aktuellen Daten des Landesamtes für Statistik wurden im vergangenen Jahr genau 904 neue Wohnungen bezugsfertig. Das sind fast neun Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der leichte Aufwärtstrend aus dem Jahr 2024 hat sich damit nicht fortgesetzt – im Gegenteil, die Bauaktivität hat spürbar nachgelassen.
Wohnungsmangel könnte sich verschärfen
Für Wohnungssuchende in Potsdam sind das schlechte Nachrichten. Die ohnehin angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt könnte sich weiter zuspitzen. Experten befürchten, dass die geringe Bautätigkeit die Preise weiter in die Höhe treiben wird. Besonders betroffen sind einkommensschwächere Haushalte, die kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden.
Die Stadtverwaltung steht nun unter Druck, Maßnahmen zu ergreifen, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Diskutiert werden unter anderem schnellere Genehmigungsverfahren und die Ausweisung neuer Baugebiete. Ob dies jedoch ausreicht, um den Trend umzukehren, bleibt abzuwarten.
Gründe für den Rückgang
Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig. Steigende Baukosten, Fachkräftemangel und höhere Zinsen haben viele Bauprojekte verzögert oder ganz zum Erliegen gebracht. Auch die Inflation und die Unsicherheit in der Baubranche tragen zu der negativen Entwicklung bei.
Im Jahr 2024 war die Zahl der fertiggestellten Wohnungen noch leicht gestiegen, doch dieser positive Trend hat sich nicht bestätigt. Die neuen Zahlen zeigen, dass die Krise im Wohnungsbau in Potsdam noch nicht überwunden ist.



