Die Deutsche Bank und die Postbank haben ihre Festgeld-Zinsen angehoben. Doch eine andere Bank aus Deutschland bietet noch bessere Konditionen. Der Spar-Ticker informiert über aktuelle Entwicklungen bei Tages- und Festgeld. Bis zu 3,5 Prozent pro Jahr sind derzeit bei festverzinslichen Anlagen möglich. Beim Tagesgeld locken sogar zwei Banken mit 4,0 Prozent Zinsen für Neukunden.
Aktuelle Festgeld-Angebote: Postbank und Deutsche Bank im Vergleich
Die Deutsche Bank und die Postbank haben erneut die Aktion „Festzinssparen“ gestartet. Sparer erhalten hier 2,7 Prozent Zinsen für eine einjährige Festgeld-Anlage. Die Mindesteinlage beträgt 2.500 Euro, maximal sind 250.000 Euro möglich. Wichtig: Das Geld darf nicht von einem Depot oder Konto der Deutsche-Bank-Gruppe stammen, zu der auch die Norisbank, BHW Bausparkasse und DWS gehören. Die Zinsen werden jährlich ausgezahlt, und die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Allerdings müssen Sparer das Festgeld spätestens drei Monate vor Laufzeitende kündigen, sonst wird es automatisch zu den dann geltenden Konditionen für ein weiteres Jahr angelegt.
Mit diesen Konditionen liegen die Deutsche Bank und die Postbank 0,3 Prozentpunkte hinter den besten Angeboten für ein Jahr Laufzeit. Die Spitzenreiter sind:
- VW Bank: 3,0 Prozent
- J&T Direktbank: 3,0 Prozent
- Hoistspar: 2,95 Prozent
- BBVA: 2,9 Prozent
- Ferratum Bank: 2,8 Prozent
Besonders das Angebot der VW Bank ist interessant, da es wie die Postbank und Deutsche Bank eine deutsche Einlagensicherung bietet. Auch die SWK Bank bietet für eine sechsmonatige Anlagedauer 3,5 Prozent Zinsen und unterliegt der deutschen Einlagensicherung.
Tagesgeld-Höchstzinsen: Norisbank und Chase an der Spitze
Beim Tagesgeld bieten die Norisbank und Chase jeweils 4,0 Prozent pro Jahr. Die Norisbank gewährt diesen Zinssatz für sechs Monate, allerdings müssen Kunden ein Girokonto eröffnen und den Kontowechselservice mit mindestens drei Zahlungsverbindungen nutzen. Chase hingegen bietet 4,0 Prozent für vier Monate ohne zusätzliche Bedingungen. Beide Banken haben ihren Sitz in Deutschland, sodass die Einlagen bis 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind.
Weitere attraktive Tagesgeld-Angebote sind:
- Renault Bank: 3,5 Prozent für drei Monate, danach 2,0 Prozent Anschlusszins
- Consorsbank: 3,4 Prozent für fünf Monate
- Ikano Bank: 3,36 Prozent für drei Monate
- Distingo Bank: 3,3 Prozent für drei Monate
Die Renault Bank hat ihre Tagesgeld-Zinsen für Neukunden von 3,0 auf 3,5 Prozent erhöht und den Anschlusszins auf 2,0 Prozent angehoben. Die Consorsbank und die Ikano Bank bieten ebenfalls überdurchschnittliche Konditionen.
VW Bank: Tagesgeld und Festgeld mit attraktiven Zinsen
Die VW Bank hat sowohl die Tagesgeld- als auch die Festgeld-Zinsen angehoben. Für das Tagesgeld erhalten Neukunden 2,9 Prozent für sechs Monate – eine überdurchschnittlich lange Zinsgarantie. Der Basiszinssatz beträgt 1,0 Prozent. Die Einlagen sind unbegrenzt und durch die deutsche Einlagensicherung geschützt.
Beim Festgeld (Sparbrief) bietet die VW Bank folgende Zinssätze:
- 1 Jahr: 3,0 Prozent
- 2 Jahre: 3,1 Prozent
- 3 Jahre: 3,1 Prozent
- 4 Jahre: 2,8 Prozent
- 5 Jahre: 2,8 Prozent
Damit liegt die VW Bank bei einjähriger Laufzeit gleichauf mit der J&T Direktbank und vor der Hoistspar. Bei zweijähriger Laufzeit ordnet sie sich knapp hinter der J&T Direktbank ein. Ein Vorteil der VW Bank ist die deutsche Einlagensicherung, während andere Anbieter wie J&T Direktbank (Tschechien) oder Hoistspar (Schweden) nur über die EU-weite Einlagensicherung verfügen.
SWK Bank: Spitzenzinsen für kurze Laufzeiten
Die SWK Bank bietet für eine sechsmonatige Festgeld-Anlage 3,5 Prozent Zinsen – der höchste Satz für diese Laufzeit. Die Mindesteinlage beträgt 10.000 Euro. Auch hier greift die deutsche Einlagensicherung. Für längere Laufzeiten sind andere Anbieter wie die J&T Direktbank mit 3,2 Prozent für 24 bis 84 Monate oder 3,5 Prozent für zehn Jahre besser.
Commerzbank: WM-Aktion mit bis zu 5,0 Prozent
Die Commerzbank lockt mit einem Tagesgeld-Angebot, das bis zu 5,0 Prozent Zinsen bietet – allerdings nur, wenn Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gewinnt. Die Zinsstufen sind an den Turnierverlauf gekoppelt: Bei einem Vorrunden-Aus gibt es 1,5 Prozent, bei Erreichen der K.o.-Runde 1,954 Prozent, und so weiter. Der Höchstsatz von 5,0 Prozent wird nur bei einem Weltmeistertitel gezahlt. Die Aktion gilt für Neukunden, die bis zum 10. Juni 2026 ein Konto eröffnen und bis zum 11. Juni Geld einzahlen. Maximal 50.000 Euro sind für den Aktionszins berechtigt. Nach dem WM-Finale wird der Zinssatz für drei Monate gezahlt. Im Vergleich zu den besten Tagesgeld-Angeboten lohnt sich die Aktion nur, wenn Deutschland tatsächlich Weltmeister wird.
Hamburg Direct Bank: Zinserhöhung auf 3,21 Prozent
Die Hamburg Direct Bank hat die Tagesgeld-Zinsen für Neukunden auf 3,21 Prozent für vier Monate erhöht. Der Maximalbetrag für die Aktion wurde auf 150.000 Euro gesenkt. Der Basiszinssatz beträgt 1,25 Prozent, und die Einlagen sind durch die deutsche Einlagensicherung geschützt.
Suresse Direkt Bank: Platz zwei bei Tagesgeld-Zinsen
Die Suresse Direkt Bank bietet Neukunden 3,4 Prozent Tagesgeld-Zinsen für vier Monate. Der Anschlusszins liegt bei 1,9 Prozent. Die Einlagen sind über die spanische Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Damit liegt die Bank knapp hinter dem Spitzenreiter Raisin, der 3,5 Prozent für drei Monate bietet.
Renault Bank: Festgeld-Zinsen angehoben
Die Renault Bank hat die Festgeld-Zinsen für alle Laufzeiten erhöht. Die neuen Sätze liegen zwischen 2,75 Prozent für ein Jahr und 3,0 Prozent für fünf Jahre. Die Mindesteinlage beträgt 2.500 Euro. Im Vergleich zu anderen Anbietern platziert sich die Renault Bank je nach Laufzeit unter den besten drei bis fünf Angeboten.
Grundlagen: Tagesgeld, Festgeld und mehr
Tagesgeld ist eine flexible Geldanlage, bei der das Kapital jederzeit verfügbar ist. Die Zinsen sind variabel, aber oft höher als auf dem Girokonto. Es eignet sich für kurzfristige Anlagen und als Notfallrücklage.
Festgeld bietet feste Zinsen für eine festgelegte Laufzeit. Während dieser Zeit ist das Kapital nicht verfügbar. Die Zinsen sind meist höher als beim Tagesgeld, dafür ist die Flexibilität eingeschränkt.
Weitere Anlageformen sind Aktien, ETFs, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe. Eine breite Diversifikation kann helfen, Risiken zu minimieren und langfristig stabile Renditen zu erzielen.
Der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst die Sparzinsen: Steigt er, erhöhen oft auch die Banken ihre Tages- und Festgeld-Zinsen.
Die beste Anlagestrategie hängt von individuellen Zielen, Risikobereitschaft und Anlagehorizont ab. Ein Mix aus sicheren Anlagen wie Tages- und Festgeld und renditestarken Anlagen wie Aktien und ETFs kann ein ausgewogenes Portfolio schaffen.



