Ein Millionenbetrag wird in das Schloss Schwarzburg investiert. Die Sanierung der historischen Anlage in Ostthüringen macht weitere Fortschritte. Teile des Schlosses sind wieder nutzbar, doch die Instandsetzung der alten Gemäuer bleibt kosten- und zeitintensiv.
Neuer Empfangsbereich im Hauptgebäude
Die Sanierung von Schloss Schwarzburg im Kreis Saalfeld-Rudolstadt kommt voran. Wie die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mitteilte, ist im Hauptgebäude ein neuer Empfangs- und Servicebereich entstanden. Erstmals seit 1942 ist der Haupttrakt des Schlosses wieder durch den früheren Haupteingang zugänglich. Über ein Sonderinvestitionsprogramm investieren Bund und Land rund zwei Millionen Euro in das Schloss im Südosten Thüringens.
Veranstaltungsort und Lernort
Das Hauptgebäude soll künftig als Veranstaltungsort und außerschulischer Lernort dienen, so die Stiftung. Ein Aufzug macht das Gebäude über vier Etagen barrierefrei. Die Arbeiten an dem Schloss laufen bereits seit 2009: Zunächst wurde es statisch gesichert, dann das Dach wiederhergestellt. Anschließend wurden Räume im Hauptgebäude hergerichtet und im nördlichen Teil ein Treppenhaus sowie ein Aufzugsschacht eingebaut. Inzwischen sind auch Fassadenbereiche verputzt und Sandsteinelemente restauriert worden.
Historische Bedeutung von Schloss Schwarzburg
Schloss Schwarzburg war der Stammsitz der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Nach der Abdankung 1918 lebte dort der letzte Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 1919 die Verfassung der Weimarer Republik unterzeichnet. In den 1940er Jahren begannen die Nationalsozialisten mit einem Umbau zum Reichsgästehaus, doch 1942 blieb das Schloss als Bauruine zurück.



