KI-Boom treibt Taiwans Exporte um 52 Prozent nach oben
KI-Boom lässt Taiwans Exporte um 52 Prozent steigen

Der weltweite Boom bei Künstlicher Intelligenz hat Taiwans Exporte im Mai auf den zweithöchsten Wert aller Zeiten getrieben. Wie das Finanzministerium in Taipeh mitteilte, stiegen die Ausfuhren um 51,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 78,48 Milliarden US-Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 37,9 Prozent gerechnet. Zum Vergleich: Chinas Exporte legten im Mai um 19,4 Prozent zu.

Taiwan als Epizentrum der KI-Revolution

Taiwan profitiert von seiner Schlüsselrolle in der globalen Lieferkette für KI-Anwendungen. Erst Ende Mai hob die Regierung ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 9,64 Prozent an – das stärkste Wachstum seit 2010. Treiber ist der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC, der unter anderem Nvidia und Apple beliefert. Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete Taiwan kürzlich als „Epizentrum der KI-Revolution“.

Starke Nachfrage aus USA und China

Die Exporte in die USA stiegen um 47,9 Prozent, jene nach China um 35,4 Prozent. Besonders stark legten Elektronik-Bauteile (plus 66,9 Prozent) und Informationsprodukte (plus 118 Prozent) zu. Als Risiken nannte das Ministerium den Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran sowie Unsicherheiten in der US-Handelspolitik.

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Positiver Ausblick für 2026

Für die kommenden Monate erwartet das Ministerium eine Fortsetzung des Trends. Die Exporte sollen im zweiten, dritten und vierten Quartal jeweils die Marke von 200 Milliarden Dollar übertreffen. Grund sei die anhaltend hohe Nachfrage nach KI- und Cloud-Anwendungen. Auch die Importe legten im Mai kräftig zu: um 54,9 Prozent auf 60,57 Milliarden Dollar, was auf eine hohe Nachfrage nach Rohstoffen und Maschinen hindeutet.

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