Die US-Regierung hat eine neue Tranche sogenannter geheimer Ufo-Dokumente veröffentlicht. Auf den ersten Blick wirken die Aufnahmen ernüchternd: unscharfe Videos, verformte Ballons, Kameraeffekte und Vogelschwärme dominieren das Material. Doch darunter befinden sich Aufnahmen, die selbst erfahrene Navy-Piloten und Ufo-Experten vor Rätsel stellen.
Rätselhafte Aufnahmen erinnern an berühmte Navy-Videos
Einige der neu veröffentlichten Videos ähneln den bekannten Aufnahmen von US-Navy-Piloten aus den Jahren 2004, 2014 und 2015, die weltweit für Aufsehen sorgten. Diese zeigen Objekte, die sich mit extrem hohen Geschwindigkeiten bewegen, ohne erkennbare Antriebsvorrichtungen. Die neuen Aufnahmen enthalten ähnliche Muster, die bisher nicht erklärt werden konnten.
Laut einem Bericht des Pentagons aus dem Jahr 2021 wurden 143 Ufo-Sichtungen durch Navy-Piloten zwischen 2004 und 2021 gemeldet, von denen viele ungeklärt blieben. Die neuen Dokumente sollen weitere 150 Fälle aus den Jahren 2022 bis 2025 umfassen.
Top-Wissenschaftler starten systematische Erforschung
Parallel zur Veröffentlichung hat ein Rat aus Top-Wissenschaftlern unter der Leitung des Harvard-Kosmologen Avi Loeb eine systematische Erforschung des Ufo-Phänomens gestartet. Loeb, der bereits für seine Suche nach außerirdischer Intelligenz bekannt ist, erklärte: „Es ist Zeit, diese Phänomene mit wissenschaftlicher Strenge zu untersuchen. Wir dürfen uns nicht von Vorurteilen leiten lassen, sondern müssen die Daten objektiv analysieren.“
Der Rat umfasst Experten aus den Bereichen Astrophysik, Luftfahrt, Sensorik und Datenanalyse. Ziel ist es, die ungeklärten Fälle zu identifizieren und mögliche natürliche oder technologische Erklärungen zu finden.
Viele Aufnahmen haben banale Erklärungen
Die meisten der freigegebenen Videos zeigen laut Pentagon jedoch alltägliche Phänomene wie Wetterballons, Drohnen oder Vogelschwärme, die durch Kameraeffekte verfremdet wurden. „Wir müssen realistisch bleiben: 99 Prozent der Sichtungen lassen sich durch irdische Ursachen erklären“, sagte ein Sprecher des Pentagons. „Aber die verbleibenden Fälle sind es wert, gründlich untersucht zu werden.“
Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen des All-domain Anomaly Resolution Office (AARO), das 2022 eingerichtet wurde, um Ufo-Meldungen zu sammeln und zu analysieren. Das Büro hat bisher über 800 Fälle untersucht, von denen rund 300 als ungeklärt gelten.
Auswirkungen auf die öffentliche Debatte
Die neuen Dokumente haben die Diskussion um außerirdisches Leben neu entfacht. Während Skeptiker auf die banalen Erklärungen verweisen, sehen Ufo-Enthusiasten darin einen weiteren Beleg für verdeckte Aktivitäten. Der Wissenschaftsrat hofft, mit seiner Arbeit zur Versachlichung beizutragen. „Wir wollen keine Spekulationen, sondern Fakten“, betonte Loeb.



