Fifa-Chef Infantinos 80-Milliarden-Märchen: WM-Versprechen auf dem Prüfstand
Infantinos 80-Milliarden-Märchen: WM-Versprechen geprüft

Das 80-Milliarden-Dollar-Märchen des Fifa-Chefs

Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbandes Fifa, sorgt mit einer gewagten Prognose für Aufsehen. Er verspricht, dass die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft die Weltwirtschaft mit 80 Milliarden Dollar beflügeln werde. Doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt: Die Rechnung des Fifa-Chefs geht nicht auf. Für die USA, eines der Gastgeberländer, könnte das Turnier sogar zu einem Minusgeschäft werden.

Infantinos Versprechen im Detail

Infantino verkündete voller Optimismus, die WM werde einen Wirtschaftsboom von 80 Milliarden Dollar auslösen. Diese Summe soll durch Investitionen, Tourismus und Konsum in den Austragungsorten generiert werden. Doch Experten zweifeln an dieser Zahl. Sie weisen darauf hin, dass die Kosten für die Infrastruktur, Sicherheit und Organisation oft unterschätzt werden. Zudem bleiben die Gewinne häufig bei internationalen Konzernen hängen, während die lokale Bevölkerung kaum profitiert.

Kritische Analyse der Zahlen

Eine Untersuchung der tatsächlichen wirtschaftlichen Effekte früherer Weltmeisterschaften zeigt ein gemischtes Bild. So verzeichnete Brasilien 2014 einen kurzfristigen Aufschwung, aber langfristig blieben viele Stadien ungenutzt und die Schulden stiegen. Ähnlich erging es Russland 2018, wo die Kosten die Einnahmen überstiegen. Für die USA, die 2026 gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausrichten, könnten die Risiken besonders hoch sein. Die notwendigen Investitionen in Stadien und Verkehrswege belasten die öffentlichen Haushalte, während die erwarteten Steuereinnahmen unsicher sind.

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USA droht Minusgeschäft

Besonders für die USA könnte die WM finanziell nachteilig sein. Die Kosten für die Sicherheit werden auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt, und die Einnahmen aus Ticketverkäufen und Sponsoring fließen größtenteils an die Fifa. Hinzu kommen logistische Herausforderungen und mögliche Proteste gegen die hohen Ausgaben. Ökonomen warnen, dass der versprochene Boom ausbleiben könnte und die USA am Ende mit einem Defizit dastehen.

Fazit: Ein Märchen mit realen Folgen

Infantinos 80-Milliarden-Dollar-Versprechen entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Märchen. Die wirtschaftlichen Vorteile einer WM sind oft überschätzt, während die Kosten real und hoch sind. Für die USA könnte das Turnier sogar zu einer finanziellen Belastung werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Realität die optimistischen Prognosen des Fifa-Chefs einholt.

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