Ölpreis fällt nach US-Angriffspause im Iran deutlich unter 100 Dollar
Ölpreis fällt nach US-Angriffspause im Iran deutlich

Deutlicher Preisrutsch am Rohölmarkt

Nach dem vorläufigen Ende der US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag am Montagmorgen zeitweise bei rund 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als fünf Prozent im Minus. Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf iranische Ziele gemeldet. In dieser Phase war der Brent-Preis deutlich gestiegen und hatte die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschritten.

Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe. Die Andeutungen aus Teheran trugen zur Beruhigung der Rohölmärkte bei. Wie aus Kreisen der Internationalen Energieagentur verlautete, beobachten Analysten die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit, da eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus fatale Folgen für die weltweite Ölversorgung hätte.

Ostasiatische Börsen bleiben stabil

Die Entwicklung in Nahost schien die Börsen in Ostasien zunächst kaum zu bewegen. Bis zum Vormittag (Ortszeit 10:30 Uhr) sank der südkoreanische Leitindex Kospi um ein Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 0,2 Prozent nach. Die Volkswirtschaften in Ostasien sind stark von Öllieferungen über die Straße von Hormus abhängig; rund ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs wird durch diese Meerenge transportiert.

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Die Börse in Hongkong reagierte in den ersten Minuten nach Handelsbeginn kaum verändert. Der Leitindex Hang Seng stieg zeitweise um 0,3 Prozent. An den chinesischen Festlandbörsen notierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten zu Beginn 0,5 Prozent im Minus. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass die Anleger die Lage weiterhin genau beobachten und auf klare Signale für eine dauerhafte Deeskalation warten. Sollte es zu einer erneuten Eskalation kommen, sei mit einem erneuten Anstieg der Ölpreise zu rechnen, der die bereits hohe Inflation in vielen Ländern weiter anheizen könnte.

Laut dpa-Informationen bleibt der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ein dominierendes Thema für die globalen Finanzmärkte. Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen maßgeblich von den politischen Entwicklungen in der Region beeinflusst werden. Eine nachhaltige Entspannung könnte den Preis wieder unter die 90-Dollar-Marke drücken, während eine Wiederaufnahme der Angriffe ihn erneut über 100 Dollar steigen lassen könnte.

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