Die Ölpreise sind am Montag nach dem vorläufigen Ende der US-Angriffsserie im Iran deutlich gefallen. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 90,56 US-Dollar – ein Rückgang um 6,43 Prozent im Vergleich zum Freitag. Zwischenzeitlich war der Preis sogar auf bis zu 87,55 Dollar gefallen. Die Marke von 100 Dollar je Barrel, die während der Angriffswelle überschritten worden war, liegt damit wieder in weiter Ferne.
Hintergrund: 13 Nächte mit US-Angriffen
Die USA hatten 13 Nächte in Folge Luftangriffe auf den Iran gemeldet. In dieser Zeit stieg der Ölpreis kontinuierlich an und durchbrach die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. Die am Wochenende eingetretene Pause der Angriffe nährte an den Märkten Hoffnung auf eine Deeskalation des seit Ende Februar tobenden Konflikts. Auch der Iran signalisierte, seine eigenen Angriffe vorerst auszusetzen. Diese Entwicklungen führten zu einem deutlichen Preisnachlass beim Rohöl.
Erholung am Nachmittag durch Pakistan-Meldungen
Im Verlauf des Nachmittags erholten sich die Ölpreise jedoch wieder etwas von ihren Tagestiefs. Auslöser waren Berichte aus Pakistan. Nach Angaben gut informierter Quellen aus pakistanischen Sicherheitskreisen wird eine begrenzte US-Bodenoffensive gegen iranische Küstenregionen immer wahrscheinlicher. Die pakistanischen Geheimdienste bewerten die Lage so, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und eine solche Offensive anordnen könnte. Pakistan spielt im Iran-Krieg eine zentrale Vermittlerrolle zwischen Washington und Teheran.
Auswirkungen auf die Märkte
Die Unsicherheit über eine mögliche Ausweitung des Konflikts befeuert die Volatilität an den Rohölmärkten. Händler beobachten die geopolitische Lage genau, da jede Eskalation die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Die aktuellen Preisschwankungen zeigen, wie empfindlich die Märkte auf jede Nachricht im Konflikt reagieren. Analysten rechnen mit weiteren starken Ausschlägen, solange keine klare Deeskalation absehbar ist.



