Das traditionelle thailändische Neujahrsfest Songkran, das vom 13. bis 15. April gefeiert wird, erlebt in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Touristenzahlen. Grund dafür sind die stark gestiegenen Reisekosten infolge der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise. Reiseveranstalter berichten landesweit von Stornierungen und schwacher Nachfrage.
Besonders betroffen ist die bei deutschen Urlaubern beliebte Insel Ko Samui, wo die Buchungen um etwa 50 Prozent eingebrochen sind. Laut Branchenvertretern haben sich die Preise für Fähren und internationale Flüge teilweise nahezu verdoppelt. Auch Lebensmittel und Alltagskosten sind um mindestens 20 Prozent gestiegen.
Der Präsident des thailändischen Hotelverbands, Thienprasit Chaiyapatranun, wird in der Zeitung „The Nation“ mit den Worten zitiert: „Je länger die Treibstoffpreise steigen, desto weniger wird gereist.“ Besonders aus Europa wird ein deutlicher Einbruch der Besucherzahlen erwartet, den auch die vereinbarte Waffenruhe im Iran-Krieg nicht mehr verhindern könne.
Die thailändische Regierung reagiert auf die Krise mit Sparmaßnahmen: Ministerpräsident Anutin Charnvirakul kündigte an, die Öffnungszeiten von Tankstellen nachts zwischen 22.00 und 5.00 Uhr einschränken zu wollen, um Treibstoff zu sparen. Diese Maßnahme soll jedoch erst nach Songkran umgesetzt werden, um den Reiseverkehr während der Feiertage nicht zusätzlich zu belasten.
Länder in Asien sind vom Iran-Krieg besonders betroffen, da Öl-Lieferungen ausbleiben und die Energiepreise steigen. Auch nach der Waffenruhe bleibt unklar, wann die Öl-Transporte die Straße von Hormus wieder ungestört passieren können.



