Der Flugzeugbauer Airbus verzeichnet trotz des jüngsten Kerosinpreisschocks in der Luftfahrtbranche keine Stornierungen von Flugzeugbestellungen. Die Fluggesellschaften seien in den vergangenen Jahren „durch die Hölle gegangen“, hielten jedoch an ihren Auftragsbüchern fest, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury am Dienstag auf einer Branchenkonferenz in Berlin.
Robuste Nachfrage trotz Krise
Dies unterstreiche die robuste langfristige Nachfrage nach neuen Flugzeugen. Airlines weltweit kämpfen derzeit mit höheren Treibstoffkosten, die durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verursacht werden. Die Krise hat die Kerosinversorgung beeinträchtigt und zwingt wegen Luftraumsperrungen und Sicherheitsrisiken zu teuren Umwegen. Faury zufolge gibt es auch keine Anfragen, Maschinen später auszuliefern.
Rekorderwartung im zweiten Halbjahr
Airbus erwarte einen Rekord im zweiten Halbjahr, sagte Faury beim „Berlin Aviation Summit“ im Vorfeld der Luftfahrtmesse ILA. Die Lieferkettenprobleme, die in den vergangenen Jahren die Produktion des Boeing-Konkurrenten verzögerten, hätten sich verringert, auch wenn noch nicht alle Probleme gelöst seien.
Kritik an Pratt & Whitney
Kritisch äußerte sich der Airbus-Chef über den Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Wegen Materialfehlern muss der Motorenhersteller massenweise Airbus A320neo und A220 in Ordnung bringen, deshalb verzögert sich die Auslieferung neuer Triebwerke dieses Typs.
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