Diamantenhändler in Garmisch-Partenkirchen ermordet: Leiche entdeckt
Diamantenhändler ermordet: Leiche entdeckt

Ein brutaler Mord erschüttert die Edelsteinbranche: Der 51-jährige Diamantenhändler Jaroslav H. wurde nach einem Geschäftstreffen in der Münchner Motorworld getötet. Seine Leiche wurde in Garmisch-Partenkirchen verscharrt aufgefunden. Die Ermittler konnten einen 37-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, wie die Polizei mitteilte.

Vermisstmeldung nach Edelsteingeschäft

Jaroslav H. war am 20. Juli 2026 zu einem Treffen mit einem Kunden in die exklusive Motorworld nach München gefahren, um dort einen Diamantendeal abzuschließen. Als er nicht nach Hause zurückkehrte, meldete seine Lebensgefährtin ihn als vermisst. Die Sorge war groß, da der Geschäftsmann stets zuverlässig gewesen sei.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und durchsuchte die Tiefgarage der Motorworld. Dort fanden die Beamten Blutspuren, die später als die des Vermissten identifiziert wurden. „Die Spurenlage deutete auf ein Gewaltverbrechen hin“, erklärte ein Sprecher der Münchner Kriminalpolizei.

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Leere Grube im Wald

Parallel dazu stießen Ermittler auf ein verdächtiges Fahrzeug, das dem Tatverdächtigen zugeordnet werden konnte. Der 37-jährige Mann war zuvor wegen Betrugsdelikten aufgefallen. Eine Überwachungskamera zeigte, wie er am Tatabend das Gelände der Motorworld verließ.

Bei der Durchsuchung seines Anwesens in Garmisch-Partenkirchen entdeckten die Beamten im nahegelegenen Wald eine frische Erdaushebung. „Es handelte sich um ein leeres Grab, das offenbar für die Beseitigung der Leiche vorbereitet worden war“, so der Ermittler.

SEK-Zugriff und Geständnis

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm den Tatverdächtigen schließlich in seiner Wohnung fest. Bei der Vernehmung legte der 37-Jährige ein Geständnis ab. Er gab an, den Diamantenhändler bei dem Treffen in der Motorworld aus Habgier getötet zu haben. „Er wollte die Edelsteine an sich bringen, ohne zu bezahlen“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Leiche von Jaroslav H. wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft obduziert. Die Todesursache sei ein Schädel-Hirn-Trauma gewesen, verursacht durch mehrere Schläge mit einem schweren Gegenstand. Der genaue Tathergang wird noch rekonstruiert.

Ermittlungen zu möglichen Komplizen

Die Polizei prüft derzeit, ob der Tatverdächtige allein handelte oder Komplizen hatte. „Wir gehen Hinweisen nach, dass der Täter möglicherweise in ein Netzwerk von Edelsteinhehlern verstrickt ist“, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt. Die Diamanten im Wert von mehreren Hunderttausend Euro konnten bislang nicht sichergestellt werden.

Der Fall sorgt in der Münchner Edelsteinszene für Unruhe. Viele Händler fordern nun strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Geschäftstreffen. „So etwas darf nie wieder passieren“, sagte ein Branchenkollege des Opfers.

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