Tesla-Chef Elon Musk hat auf der Quartalskonferenz des Elektroautoherstellers eine mögliche Fusion mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX ins Spiel gebracht. „Es gibt immer mehr Überschneidungen zwischen Tesla und SpaceX“, sagte Musk. Die Aussagen fielen mitten in die Vorstellung der durchwachsenen Quartalszahlen.
Erster negativer Cashflow seit über zwei Jahren
Tesla verbrannte im zweiten Quartal 2026 rund 1,1 Milliarden Dollar – der erste negative Cashflow seit mehr als zwei Jahren. Hauptgrund waren hohe Ausgaben für Künstliche Intelligenz und Robotik, nicht für neue Automodelle. Investoren bewerten den Cashflow als besonders wichtigen Indikator, da Gewinne durch Buchungseffekte verzerrt sein können.
Vom ausgewiesenen Quartalsgewinn von gut 1,11 Milliarden Dollar entfielen allein 763 Millionen Dollar auf einen Buchgewinn aus der Aufwertung der SpaceX-Beteiligung nach deren Börsengang. Der operative Gewinn sank um fünf Prozent, unter anderem wegen Rabatten im wichtigen US-Heimatmarkt.
Gewinn je Aktie verfehlt Erwartungen deutlich
Der Gewinn je Aktie lag bei 33 Cent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 51 Cent klar. Die Tesla-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent. Musk selbst hatte zuletzt den Fokus zunehmend von der Autoproduktion auf KI-Projekte verlagert.
Die mögliche Fusion mit SpaceX würde zwei der wertvollsten Privatunternehmen der Welt zusammenführen. Musk betonte, dass beide Firmen bereits in Bereichen wie KI, Robotik und Materialwissenschaften zusammenarbeiten. Eine formelle Entscheidung stehe jedoch noch aus.



