US-Behörde FAA fordert Inspektion loser Sitze in Boeing 737 Max
FAA fordert Inspektion loser Sitze in Boeing 737 Max

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat eine dringende Inspektion für möglicherweise falsch montierte Sitze in Hunderten Boeing 737 Max-Flugzeugen angeordnet. Die vorgeschlagene Direktive betrifft insgesamt 453 in den USA registrierte Maschinen. Bei einer Notlandung oder starken Turbulenzen könnten sich die Sitze aus ihrer Verankerung lösen, was zu Verletzungen von Passagieren und einer Blockade von Fluchtwegen führen könnte, teilte die Behörde mit.

Hintergrund der Inspektionsanordnung

Bereits im Dezember 2025 hatte Boeing die Fluggesellschaften über das Problem informiert. Ein Boeing-Sprecher erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters, der Konzern unterstütze die Anordnung der FAA und arbeite eng mit den Aufsichtsbehörden zusammen. Die genaue Ursache der fehlerhaften Montage wird noch untersucht, es wird jedoch vermutet, dass die Sitze nicht ordnungsgemäß an den Schienen im Flugzeugboden befestigt wurden.

Weiterer Rückschlag für Boeing

Die aktuelle Warnung ist ein weiterer Rückschlag für den US-Flugzeugbauer, der seit einer Reihe von Produktionspannen unter verschärfter Beobachtung steht. Besonders schwer wog der Vorfall Anfang 2024, als ein Rumpfteil einer 737 Max während des Fluges herausbrach. Seitdem hat Boeing umfassende Qualitätskontrollen eingeleitet, doch die jüngsten Sitzprobleme werfen erneut Fragen nach der Fertigungsqualität auf.

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Auswirkungen auf Fluggesellschaften

Betroffen sind neben US-Carriern auch internationale Airlines, die 737 Max-Jets betreiben. Die Inspektionen müssen innerhalb der nächsten 30 Tage durchgeführt werden. Die Kosten für die Überprüfung und mögliche Nachbesserungen trägt Boeing. Experten schätzen, dass die Maßnahmen den Flugbetrieb nur minimal beeinträchtigen werden, da die Arbeiten während regulärer Wartungsintervalle erfolgen können.

Reaktionen aus der Branche

Die Fluggesellschaften reagierten verhalten. Ein Sprecher einer großen US-Airline betonte, dass die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität habe und man die Inspektionen umgehend durchführen werde. Die Pilotenvereinigung ALPA begrüßte die Entscheidung der FAA und forderte Boeing auf, die Fertigungsprozesse weiter zu verbessern. Die Aktie von Boeing notierte nach der Ankündigung leicht im Minus.

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