Die Aktie von IBM hat am Dienstag den größten Tagesverlust seit 1987 erlitten. Das Minus von 25 Prozent war der stärkste Einbruch seit dem Schwarzen Montag vor fast 40 Jahren. Auslöser waren enttäuschende Geschäftszahlen, die Anleger in Schockstarre versetzten.
Markus Koch: Softwarewerte unter Abgabedruck
Laut dem US-Börsenexperten Markus Koch steht nicht nur IBM unter Druck. „Viele andere Aktien im Softwarebereich leiden ebenfalls unter starkem Abgabedruck“, sagte Koch im Gespräch mit Handelsblatt Live. Der gesamte Sektor gerate durch die enttäuschende IBM-Bilanz in Mitleidenschaft.
Größter Tagesverlust seit fast 40 Jahren
Mit einem Minus von 25 Prozent markierte die IBM-Aktie den größten prozentualen Tagesverlust seit Oktober 1987, als die Märkte weltweit einbrachen. Damals verlor der Dow Jones an einem Tag über 22 Prozent. Für IBM selbst ist es der schwerste Einbruch seit dem Börsencrash vor fast vier Jahrzehnten.
Die enttäuschenden Quartalszahlen des Technologiekonzerns hatten die Anleger kalt erwischt. Analysten hatten mit besseren Ergebnissen gerechnet. Nun befürchten Marktteilnehmer, dass die Schwäche bei IBM ein Vorbote für weitere negative Überraschungen in der Technologiebranche sein könnte.
Auswirkungen auf den Gesamtmarkt
Der Kurssturz von IBM belastete auch den breiteren Markt. Der Dow Jones Industrial Average, in dem IBM gelistet ist, gab ebenfalls nach. Experten wie Koch warnen vor einer Ansteckungsgefahr: „Wenn ein Schwergewicht wie IBM so stark einbricht, zieht das oft andere Werte mit nach unten.“
Bereits in den vergangenen Wochen hatten einige Technologieaktien unter Druck gestanden. Die nun folgende Verkaufswelle könnte laut Koch noch einige Tage anhalten, bis sich die Märkte stabilisieren. Anleger sollten die Entwicklung im Softwaresektor genau beobachten.



