In der vergangenen Nacht kam es am U-Bahnhof Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg zu einer blutigen Auseinandersetzung. Nach Angaben der Polizei gerieten gegen 0.30 Uhr mehrere Personen in Streit, der in einer Messerattacke endete. Ein Mann zog mutmaßlich ein Messer und stach auf sein Gegenüber ein. Blutspuren auf dem Boden zeugten von der Gewalttat.
Polizeistreife bemerkt die Auseinandersetzung
Laut einem Polizeisprecher fiel einer nächtlichen Streife der Konflikt zwischen einem Mann und zwei Angreifern in der Nähe des U-Bahnhofs auf. Die Täter schlugen zunächst mit einem Fahrradschloss auf das Opfer ein, bevor die Stichwaffe zum Einsatz kam. „An dem Opfer wurden Stich- und Schnittverletzungen festgestellt“, so der Sprecher. Der Verletzte musste in ein Krankenhaus gebracht und operiert werden. Trotz hohem Blutverlust bestand keine Lebensgefahr.
Festnahme und Spurensicherung
Die Polizei nahm die beiden Angreifer noch am Tatort fest. Dem mutmaßlichen Messerstecher stülpten die Ermittler sofort Tüten über die Hände, um Spuren zu sichern. Die Verdächtigen wurden in die Gefangenensammelstelle gebracht. Die Kriminalpolizei sicherte vor Ort die Spuren. Ob die Männer einem Haftrichter vorgeführt werden, entscheidet sich im Laufe des Tages. Laut unbestätigten Berichten gibt es Videoaufnahmen einer Überwachungskamera eines Dönerladens, die den genauen Hergang des Streits zeigen könnten.
Anstieg der Messerkriminalität in Berlin
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Berlin insgesamt 3599 Fälle von „Messerangriffen“ – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zu 2024. Zum Teil ist dieser Anstieg auf eine neue verpflichtende Erfassung zurückzuführen, die Teil der Strategie des Senats gegen die gravierende Messerkriminalität ist. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert aufgrund der steigenden Zahlen ein generelles Trageverbot von Messern in der Öffentlichkeit. Derzeit gelten Waffenverbotszonen am Kottbusser Tor, am Görlitzer Park und am Leopoldplatz sowie im gesamten Berliner Nahverkehr.



