Mastercard hat im zweiten Quartal dank kauflustiger Verbraucher vor allem in den USA die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 5,04 Dollar, während Analysten im Schnitt mit 4,77 Dollar gerechnet hatten. Der Nettoumsatz stieg um 14 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar, ebenfalls über den Schätzungen. Das Bruttotransaktionsvolumen auf der Mastercard-Plattform kletterte um acht Prozent auf 2,9 Billionen Dollar. Die Aktie legte vorbörslich um mehr als drei Prozent zu.
Shell profitiert von gestiegenen Öl- und Gaspreisen
Der britische Energiekonzern Shell erwirtschaftete im zweiten Quartal einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,6 Milliarden Euro) – ein Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorquartal und mehr als eine Verdopplung im Jahresvergleich. Grund waren die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise, von denen vor allem das Gasgeschäft, die Förderung und die Chemiesparte profitierten. Shell kündigte zudem ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über mindestens drei Milliarden Dollar an.
Sanofi hebt Umsatzprognose dank Dupixent an
Der französische Pharmakonzern Sanofi erwartet für 2026 nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von rund zehn Prozent, nachdem zuvor ein hoher einstelliger Bereich prognostiziert worden war. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 11,60 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um fast 18 Prozent. Allein die Erlöse mit dem Neurodermitis- und Asthma-Mittel Dupixent schnellten um 37,6 Prozent auf 5,15 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg um 33,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro und übertraf damit deutlich die Analystenerwartungen von 2,96 Milliarden Euro.
Kion legt starke Bilanz vor und konkretisiert Jahresziele
Der Stapler- und Lagertechnikkonzern Kion steigerte im ersten Halbjahr den bereinigten operativen Gewinn (Ebit) um zwölf Prozent auf 429,6 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro. Unter dem Strich vervielfachte sich das Konzernergebnis auf 207,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr hohe Kosten für ein Effizienzprogramm das Ergebnis belastet hatten. Für das Gesamtjahr präzisierte der Vorstand die Prognose: Der Umsatz wird nun zwischen 11,53 und 12,03 Milliarden Euro erwartet, das bereinigte Ebit zwischen 880 und 980 Millionen Euro.
Schneider Electric hebt Prognose dank Rechenzentren-Boom an
Der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric hob am Donnerstag die Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr an. Der Umsatz werde 2026 bereinigt um zehn bis 13 Prozent steigen, das operative Ergebnis um 14 bis 19 Prozent. Bisher war Schneider Electric von einem Umsatzwachstum um sieben bis zehn Prozent ausgegangen. „Wir haben ein Rekord-Halbjahr abgeliefert, das vom Wachstum bei Rechenzentren getrieben war, aber wir haben Wachstum in allen Regionen und allen vier Endmärkten verzeichnet“, sagte Finanzvorstand Nathan Fast. Mit einem bereinigten Ebita von 4,09 Milliarden Euro – einem Plus von 22 Prozent – übertraf das Unternehmen die Analystenprognosen.
BMW-Gewinn bricht ein – Sparkurs wird verschärft
Die Krise auf dem chinesischen Automarkt belastet BMW schwer. Im zweiten Quartal brach der Nettogewinn um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, der Umsatz schrumpfte um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. BMW reagiert mit einem verschärften Sparkurs und kündigte am Mittwoch den Abbau Tausender Stellen in Deutschland an.
Weitere Unternehmensmeldungen im Überblick
Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce hob seine Jahresprognose deutlich an: Der bereinigte Betriebsgewinn soll nun 4,7 bis 4,9 Milliarden Pfund erreichen, nach zuvor 4,0 bis 4,2 Milliarden. Der US-Pharmakonzern MSD (Merck & Co.) meldete einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 16,2 Milliarden Dollar, getrieben durch das Krebsmittel Keytruda. Der Softwarekonzern Microsoft verzeichnete ein überraschend starkes Cloud-Wachstum, während der Facebook-Konzern Meta mit seinem Ausblick enttäuschte. Der niederländische Bankenkonzern ING übertraf die Erwartungen und hob die Prognose an, die Société Générale passte ihre Ziele nach oben an. Der Autokonzern Stellantis kehrte in die Gewinnzone zurück, der Duft- und Aromenhersteller Symrise wuchs wieder organisch. Die LSEG profitierte von volatilen Märkten und hob die Jahresprognose an, der Rüstungskonzern BAE Systems erwartet stärkeres Wachstum. Air France-KLM verzeichnete einen Gewinneinbruch, die Brauerei AB InBev profitierte von der Fußball-WM, und der Stahlkonzern ArcelorMittal übertraf die Erwartungen. Der österreichische Energiekonzern Verbund litt unter Dürre, die Wafer-Hersteller Siltronic und Wacker Chemie meldeten gemischte Ergebnisse. Der IT-Dienstleister Capgemini hob die Umsatzprognose an, während der Triebwerkshersteller MTU seine Jahresziele bekräftigte.



