Telekom-Chef Höttges lässt Digitalminister auflaufen – Milliarden-Debatte
Telekom-Chef provoziert Digitalminister – Milliarden auf dem Spiel

Manch sinnvolle Debatte braucht eine Provokation, um in Gang zu kommen. Genau das könnte gestern Timotheus Höttges, Chef der Deutschen Telekom, und Karsten Wildberger, Vorstandsvorsitzender der E.ON SE, gelungen sein. In einer aktuellen Podcast-Folge des Handelsblatt Morning Briefings ließen sie den Digitalminister auflaufen und entfachten eine Diskussion über Milliardeninvestitionen in die digitale Infrastruktur Deutschlands.

Die Provokation als Katalysator

Höttges kritisierte scharf die bisherige Digitalpolitik der Bundesregierung. Er forderte mehr Tempo und vor allem mehr Geld für den Ausbau von Glasfaser und 5G. „Wir investieren Milliarden, aber die Politik hinkt hinterher“, so der Telekom-Chef. Wildberger pflichtete ihm bei und betonte, dass die Energiewende ohne eine leistungsfähige digitale Infrastruktur nicht zu schaffen sei. Die beiden Manager ließen keinen Zweifel daran, dass sie von der aktuellen Regierung mehr Engagement erwarten.

Milliarden für die Zukunft

Im Zentrum der Debatte stehen Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Diese sollen nicht nur den Breitbandausbau vorantreiben, sondern auch die Grundlage für neue Technologien wie künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge schaffen. „Wir reden über den nächsten Billionen-Börsengang im KI-Bereich. Wenn Deutschland hier nicht aufholt, werden wir abgehängt“, warnte Höttges.

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Die Diskussion zeigt, dass die deutsche Wirtschaft dringend eine klare Digitalstrategie braucht. Der Podcast macht deutlich, dass die Zeit des Abwartens vorbei ist. Es geht um nichts weniger als die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Reaktionen aus der Politik

Der Digitalminister, der in der Sendung nicht zu Wort kam, reagierte später über seinen Sprecher: „Wir nehmen die Kritik ernst und arbeiten mit Hochdruck an Lösungen. Die Herausforderungen sind bekannt, aber sie lassen sich nicht von heute auf morgen lösen.“ Ob diese Antwort die Gemüter beruhigt, bleibt fraglich. Die Provokation von Höttges und Wildberger hat jedenfalls eine Debatte entfacht, die längst überfällig war.

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