Der schwäbische Batteriehersteller Varta AG steht Insidern zufolge unmittelbar vor der Insolvenz. Wie drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mitteilten, werde der Insolvenzantrag für die Varta AG spätestens am Freitag gestellt. Die Eigentümer – der österreichische Unternehmer Michael Tojner und der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche AG – seien nicht mehr bereit gewesen, frische Mittel bereitzustellen. Daraufhin hätten die Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, die Kredite fällig gestellt.
Gläubiger planen Herauslösung der profitablen Haushaltsbatterien-Sparte
Die Gläubiger wollen den Insidern zufolge die profitable Haushaltsbatterien-Sparte nun aus dem Unternehmen herauslösen. Tojner habe Interesse an der Sparte Microbattery angemeldet, zu der das Geschäft mit Knopfzellen etwa für Hörgeräte gehört. Varta hatte im Frühjahr seinen wichtigsten Kunden verloren: Apple will die wiederaufladbaren „CoinPower“-Knopfzellen für seine „AirPods“-Kopfhörer künftig aus China beziehen.
Hintergründe und Reaktionen
Varta, Porsche und ein Sprecher der Gläubiger wollten sich nicht zu der bevorstehenden Insolvenz äußern. Tojner war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Batteriekonzern hatte bereits seit längerem mit Problemen zu kämpfen. Der Verlust des Apple-Auftrags traf das Unternehmen hart. Die Zukunft der Varta AG ist nun ungewiss, während die Gläubiger versuchen, die wertvolle Haushaltsbatterien-Sparte zu retten.



