Varta stellt Insolvenzanträge für vier Tochtergesellschaften
Der angeschlagene Batteriehersteller Varta hat für vier seiner Tochtergesellschaften Insolvenzanträge gestellt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, betreffen die Anträge die Varta AG sowie drei weitere Gesellschaften. Hintergrund sind die anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten des Konzerns, der unter anderem unter hohen Schulden und einem deutlichen Umsatzrückgang leidet.
Details zu den betroffenen Gesellschaften
Konkret wurden Insolvenzanträge für die Varta AG, die Varta Consumer Batteries GmbH, die Varta Energy GmbH und die Varta Storage GmbH gestellt. Die Anträge wurden beim Amtsgericht Stuttgart eingereicht. Das Unternehmen betonte, dass die operativen Tochtergesellschaften, insbesondere die Produktionsstandorte, vorerst weiterarbeiten. Die Löhne und Gehälter der rund 4.000 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert.
Ursachen der Krise
Varta kämpft seit längerem mit wirtschaftlichen Problemen. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um rund 15 Prozent auf etwa 800 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg der Schuldenberg auf über 500 Millionen Euro. Als Hauptgründe nannte das Unternehmen die schwache Nachfrage nach Elektroauto-Batterien sowie steigende Rohstoffpreise. Auch die hohen Investitionen in neue Technologien hätten die Bilanz belastet.
Sanierung und Zukunft
Die Insolvenzanträge sollen eine geordnete Sanierung ermöglichen. Varta strebt eine Restrukturierung in Eigenverwaltung an. Ein vorläufiger Gläubigerausschuss wurde bereits eingesetzt. Das Unternehmen hofft, durch die Sanierung langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir werden alles daran setzen, die Varta-Gruppe wieder auf einen soliden Kurs zu bringen“, sagte ein Sprecher. Ob ein Investor einsteigt, ist noch unklar. Medienberichten zufolge gibt es aber Interesse von mehreren Finanzinvestoren.



