Die Zahl der Todesfälle bei E-Scooter-Unfällen in Deutschland ist im Jahr 2025 drastisch gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden kamen 38 Menschen ums Leben – elf mehr als im Vorjahr, als 27 Tote registriert wurden. Insgesamt ereigneten sich 16.500 Unfälle mit Elektrorollern, ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber 2024.
Schwerverletzte und Unfallopfer
Bei den Unfällen wurden rund 1900 Menschen schwer und etwa 16.200 leicht verletzt. 82,4 Prozent der Verunglückten waren selbst mit einem E-Scooter unterwegs, darunter 33 der 38 Todesopfer. 5,5 Prozent aller Verunglückten waren Mitfahrer auf E-Scootern – obwohl das Mitfahren strikt verboten ist. „Laut Straßenverkehrsordnung sind E-Scooter nur für eine Person vorgesehen, das Mitfahren weiterer Personen ist nicht erlaubt“, schreiben die Statistiker. Von den fünf weiteren Getöteten waren drei Fußgänger, einer Radfahrer und einer Autofahrer.
Tragische Einzelfälle
Einer der schwersten Unfälle ereignete sich im Juli 2025 in Frankfurt: Mohamad S. (24) soll unter Lachgas-Einfluss mit seinem Auto zwei E-Scooter gerammt haben. Die Zwillinge Duy Quang und Quang Minh N. (23) starben, ihr Freund Hieu Hoang Trung wurde lebensgefährlich verletzt und musste sich einer Beinamputation unterziehen. In Mönchengladbach starb im Mai ein 14-Jähriger, nachdem er die Kontrolle über seinen E-Scooter verloren und gegen eine Litfaßsäule geprallt war. Eine 53-jährige Frau erlag ebenfalls im Mai ihren Verletzungen, nachdem ein Autofahrer sie und ihren Mann auf E-Scootern erfasst hatte.
Aktueller Unfall in Berlin
In der Nacht zum Mittwoch erfasste ein Mercedes in Berlin-Neukölln einen 50-jährigen E-Scooter-Fahrer. Der Autofahrer (23) gab an, der Rollerfahrer sei plötzlich aufgetaucht; er habe noch gebremst, aber nicht rechtzeitig stoppen können. Der E-Scooter-Fahrer wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Rettungskräfte versuchten eine Reanimation, doch der Mann starb noch am Unfallort.



