In Weißenborn im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis hat eine hochbetagte Frau eine mutmaßliche Trickbetrügerin erfolgreich in die Flucht geschlagen. Wie die Polizei in Eschwege mitteilte, verschaffte sich die unbekannte Täterin unter dem Vorwand, das Wohlbefinden älterer Menschen überprüfen zu wollen, Zugang zum Haus der mobil eingeschränkten Seniorin. Die Frau versuchte vergeblich, an Wertgegenstände, Schmuck oder Geld zu gelangen.
Ablauf der Tat: Von der Haustür bis zur Flucht
Die Beschuldigte klingelte zunächst an der Haustür und drängte die Bewohnerin sofort in ihre Wohnung zurück. Anschließend öffnete sie sämtliche Türen und einen Schrank – offenbar auf der Suche nach Wertgegenständen. Aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität konnte die Bewohnerin der Täterin nicht in alle Räume folgen. Die mutmaßliche Täterin fand jedoch nichts und versuchte daraufhin, der Seniorin gewaltsam die Ringe von den Fingern zu ziehen. Doch die alte Frau setzte sich erfolgreich zur Wehr. Sie ging auch nicht auf die anschließende Bettelei der Täterin nach Geld ein, sondern drohte ihr, die Polizei zu rufen. Daraufhin flüchtete die Eindringlingin zu Fuß in unbekannte Richtung – ohne Beute.
Polizei warnt vor neuen Betrugsmaschen
Die Polizei Eschwege warnt vor dieser neuen Variante des Trickbetrugs, bei der sich Täter als angebliche Wohlfahrtskontrolleure ausgeben. „Ältere Menschen sollten niemals Fremde in ihre Wohnung lassen, auch wenn sie sich auf offizielle Aufträge berufen“, sagte ein Sprecher. Die Seniorin handelte vorbildlich, indem sie sich wehrte und mit der Polizei drohte. Die Ermittlungen zu der flüchtigen Täterin dauern an. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Eschwege zu melden.



