Bandenkriminalität in Schweden: Urlauber sollten Vorsicht walten lassen
Bandenkriminalität in Schweden: Urlauber aufgepasst

Urlauber, die Schweden bereisen, sollten derzeit besondere Vorsicht walten lassen. Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für das skandinavische Land aktualisiert und weist auf eine Zunahme von Bandenkriminalität in größeren Städten hin. Auch Diebstähle und Einbrüche kommen häufiger vor, wie die Behörde mitteilt.

Bandenkonflikte betreffen auch Unbeteiligte

Hintergrund der verschärften Warnung sind gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Netzwerken, die Schweden seit Jahren belasten. Nach Angaben des Auswärtigen Amts tritt die Bandenkriminalität überwiegend in größeren Städten auf, wo es teils zu gewaltsamen Konflikten kommt. Dabei werden nicht nur Mitglieder krimineller Gruppen Opfer, sondern in Einzelfällen auch Unbeteiligte.

Besonders besorgniserregend ist die Rekrutierung von Jugendlichen: Laut der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) setzen kriminelle Netzwerke Kinder und Jugendliche zunehmend nicht nur für Drogengeschäfte, sondern auch für schwere Gewalttaten ein.

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Positive Entwicklung: Weniger Schießereien

Gleichzeitig gibt es jedoch eine leichte Entspannung der Lage. Die schwedische Polizei registrierte zwischen Januar und Mai 2026 insgesamt 37 Schießereien – ein deutlicher Rückgang gegenüber 73 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Detonationen sank von 94 auf 63. Zudem konnten zahlreiche geplante Straftaten verhindert werden.

Ein weiterer positiver Aspekt: Der schwedische Sicherheitsdienst SÄPO senkte die Terrorwarnstufe Anfang 2025 von vier auf drei von insgesamt fünf Stufen.

Kleinkriminalität betrifft auch Touristen

Für Reisende steht jedoch vor allem die Kleinkriminalität im Fokus. Taschendiebstähle kommen laut Auswärtigem Amt insbesondere in Innenstädten, touristischen Zentren, auf Fähren sowie an Flughäfen vor. Auch in Hotels werden immer wieder Diebstähle gemeldet.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, wichtige Dokumente getrennt voneinander aufzubewahren und digitale Kopien anzufertigen. Bargeld und Wertsachen sollten nur in notwendigem Umfang mitgeführt werden. Zudem wird zu bargeldlosen Zahlungen und erhöhter Wachsamkeit an Bahnhöfen, Flughäfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln geraten.

Besondere Gefahren für Campingurlauber

Ein besonderes Augenmerk legt die Behörde auf Campingurlauber. Autoeinbrüche und Überfälle auf Wohnwagenbesitzer und Wohnmobile seien auch auf offiziellen Campingplätzen keine Seltenheit. Campingreisende sollten daher möglichst bewachte Plätze nutzen und ihre Fahrzeuge nachts zusätzlich sichern.

Trotz dieser Risiken bleibt Schweden ein grundsätzlich sicheres Reiseland. Mit der richtigen Vorsicht können Urlauber ihren Aufenthalt genießen, ohne sich unnötigen Gefahren auszusetzen.

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