Bettwanzen-Alarm bei der Berliner Feuerwehr in Charlottenburg
Bettwanzen-Verdacht bei Berliner Feuerwehr

Bettwanzen-Verdacht in Charlottenburger Feuerwache

Die Berliner Feuerwehr steht vor einer unangenehmen Herausforderung: In der Feuerwache Charlottenburg-Nord, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel befindet, gibt es einen starken Verdacht auf einen Bettwanzenbefall. Wie Feuerwehrsprecher Martin Mayerosch mitteilte, zeigen rund 20 Feuerwehrleute typische Anzeichen eines Befalls. Insgesamt hätten 23 Kollegen leichte Hautreaktionen mit typischen Bissstellen, die auf Bettwanzen hindeuten. Die Zeitung „B.Z.“ hatte zuerst über den Vorfall berichtet.

Noch keine offizielle Bestätigung

Ein abschließender Befund durch Experten liegt jedoch noch nicht vor. „Wir gehen davon aus, dass es Bettwanzen sind, können es aber offiziell noch nicht bestätigen“, erklärte Mayerosch. Eine Fachfirma für Schädlingsbekämpfung war bereits am Morgen in der Wache, um die Lage zu untersuchen. Das Ergebnis wird in Kürze erwartet. Die weiteren Schritte werden dann gemeinsam mit der Firma festgelegt.

Maßnahmen der Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehrleute arbeiten in Zwölf-Stunden-Schichten, in denen auch Ruhezeiten auf Liegen vorgesehen sind, etwa während der Nacht. Nachdem die ersten Meldungen am vergangenen Freitag eingingen, wurden die Ruhebereiche und Fahrzeuge der betroffenen Wache umgehend an andere nahegelegene Standorte verlegt. Dies dient dazu, die Ausbreitung der Schädlinge zu verhindern und den betroffenen Kollegen eine hygienische Ruhemöglichkeit zu bieten.

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Ähnlicher Vorfall im Vorjahr

Bereits vor einem Jahr, im Juni 2025, gab es in derselben Feuerwache einen ähnlichen Vorfall. Aus den Jahren davor sind jedoch keine vergleichbaren Probleme bekannt, so Mayerosch. In der Vergangenheit hatte die Berliner Polizei bereits mit Bettwanzen in einer sogenannten Gefangenensammelstelle zu kämpfen, in der festgenommene Personen vorübergehend untergebracht werden.

Hintergrundwissen zu Bettwanzen

Bettwanzen sind nur wenige Millimeter groß und ernähren sich von menschlichem Blut. Sie übertragen zwar keine Krankheiten, ihre Bisse können jedoch starken Juckreiz verursachen. Die Insekten verstecken sich in Betten, winzigen Möbelfugen, Ritzen und sogar in Steckdosen. Reisende können sie nach Aufenthalten in befallenen Hotels oder Ferienwohnungen im Gepäck oder in der Kleidung mit nach Hause bringen.

Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen

Experten empfehlen, Hotelbetten vor dem Gebrauch auf Wanzen zu untersuchen und bei der Rückkehr nach Hause Gepäck und Kleidung in der Dusche auszuschütteln. Zur Bekämpfung werden verschiedene Methoden eingesetzt: Kleidung muss bei hohen Temperaturen gewaschen werden, Räume werden erhitzt oder mit speziellen Chemikalien behandelt.

Zunehmende Verbreitung in Europa

In Paris gab es vor den Olympischen Spielen 2024 Berichte über eine weit verbreitete Bettwanzen-Plage, die später jedoch als übertrieben eingestuft wurde. In Berghütten und Hotelbetten hat das Problem in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Auch in Europa sind Bettwanzen heute weiter verbreitet als früher, da Menschen häufiger und weiter reisen und die Insekten resistenter gegen eingesetzte Giftstoffe geworden sind.

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