Brot im Sommer vor Schimmel schützen: Sechs Tipps vom BZfE
Brot im Sommer vor Schimmel schützen: Sechs Tipps

Gefühlt gerade erst gekauft und schon zeigt das Brot erste fiese weißlich-blaugrüne oder watteartige Schimmel-Flecken? Das passiert bei sommerlichen Temperaturen schneller als im Rest des Jahres. Schuld sind Hitze und höhere Luftfeuchtigkeit. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät daher zu kleineren Broten beziehungsweise Mengen, die man bei (hoch-)sommerlichen Temperaturen kaufen sollte.

Warum Brot im Sommer schneller schimmelt

Die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit schafft ideale Bedingungen für Schimmelpilze. Besonders betroffen sind Brote mit hohem Weizenmehlanteil, da sie schneller austrocknen und Feuchtigkeit aufnehmen. Roggen- und Vollkornbrote sowie Sauerteigbrote sind dagegen widerstandsfähiger. Der Sauerteig senkt den pH-Wert und hemmt so das Pilzwachstum.

Sechs Tipps zur richtigen Lagerung

Das BZfE empfiehlt folgende Maßnahmen, um Schimmel oder Austrocknung vorzubeugen:

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  • Brotsorte beachten: Je höher der Roggen- oder Vollkornanteil, desto länger bleibt das Brot frisch. Weizenbrote werden schneller trocken und hart.
  • Frischhaltung bei Zimmertemperatur: Lagern Sie Brot trocken, lichtgeschützt und bei gleichmäßiger Raumtemperatur. Wird es innerhalb weniger Tage verzehrt, reicht die Bäckertüte. Stellen Sie das Brot aufrecht auf die Schnittfläche – so bleibt die Kruste knusprig und das Innere saftig.
  • Brottopf aus Steingut oder Keramik: Für längere Lagerung eignen sich dicht schließende Behälter. Reinigen Sie den Brotkasten alle ein bis zwei Wochen mit Essigwasser und trocknen Sie ihn gründlich, um Schimmelsporen zu entfernen.
  • Kühlschrank nur in Ausnahmefällen: Grundsätzlich gehört Brot nicht in den Kühlschrank, da es dort altbacken wird und an Geschmack verliert. Bei schwülheißem Wetter können helle Brote und Toastbrot kurzfristig im Kühlschrank aufbewahrt werden, um Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Einfrieren für längere Haltbarkeit: Wenn Brot länger aufbewahrt werden soll, frieren Sie es möglichst frisch und bereits in Scheiben geschnitten ein. So hält es sich ein bis drei Monate. „Bei Bedarf werden die Scheiben über Nacht bei Raumtemperatur aufgetaut oder können noch gefrostet direkt im Toaster knusprig geröstet werden“, rät BZfE-Expertin Julia Seeher. Klebende Eiskristalle sollten vor dem Toasten abgeklopft werden, um Wasser vom Toaster fernzuhalten.
  • Richtige Menge kaufen: Im Sommer lieber kleinere Brote oder halbe Laibe kaufen, um Schimmel vorzubeugen.

Was tun bei Schimmel?

Sind weiße, bläuliche oder grünliche Flecken sichtbar, hat sich Schimmelpilz entwickelt. Besonders verpacktes Schnittbrot ist anfällig, da beim Schneiden Sporen auf die Krume gelangen und die luftdichte Verpackung bei Feuchte und Wärme das Wachstum fördert. Das BZfE warnt: Schimmelpilze und ihre Giftstoffe können sich unsichtbar im gesamten Brot verteilen. Deshalb muss der ganze Laib entsorgt werden – auch wenn nur eine Stelle befallen scheint.

Altes Brot verwerten

Ist das Brot lediglich trocken und hart, muss es nicht in den Müll. Seeher empfiehlt, Paniermehl, Croûtons oder Brotchips daraus herzustellen. Auch Brotsuppe, Brotsalat oder Brotauflauf sind möglich. „Einzelne Scheiben schmecken aber auch als Bruschetta oder mit Gemüse und Käse überbacken aus dem Ofen“, so ihr Tipp. So wird aus altbackenem Brot eine schmackhafte Mahlzeit und Lebensmittelverschwendung vermieden.

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