Eine neue Untersuchung des SPIEGEL hat die Schlafgewohnheiten von Eltern unter die Lupe genommen. Dazu wurden die Schlafdaten von 16 Müttern und Vätern vor und nach der Geburt ihrer Kinder gesammelt und ausgewertet. Zusätzlich flossen rund 1.700 Chatnachrichten in die Analyse ein. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie stark sich die Geburt eines Kindes auf die Schlafqualität und -dauer auswirkt.
Weniger Schlaf, mehr Belastung
Die Daten belegen, dass Eltern nach der Geburt im Durchschnitt deutlich weniger Schlaf bekommen. Besonders in den ersten Monaten sind die Nächte oft von Unterbrechungen geprägt. Die Studie zeigt auch, dass Mütter tendenziell mehr Schlafdefizite aufweisen als Väter. Dies liegt unter anderem daran, dass sie häufiger für das nächtliche Stillen oder Beruhigen zuständig sind.
Wer erholt sich schneller?
Ein weiterer Fokus der Analyse lag auf der Erholungsfähigkeit der Eltern. Es zeigte sich, dass diejenigen, die Unterstützung durch Partner oder Familie erhielten, schneller wieder zu einem erholsameren Schlaf fanden. Auch regelmäßige kurze Nickerchen am Tag halfen, das Defizit auszugleichen. Die Auswertung der Chatnachrichten offenbarte zudem, dass der Austausch mit anderen Eltern eine wichtige Rolle bei der Bewältigung des Schlafmangels spielt.
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Eltern in dieser herausfordernden Phase mehr zu entlasten. Schlafmangel kann langfristige gesundheitliche Folgen haben, wie ein geschwächtes Immunsystem oder erhöhte Reizbarkeit. Die Forscher empfehlen daher, dass Eltern bewusst Pausen einlegen und Hilfe annehmen sollten.



