Geisterfischchen in der Wohnung erkennen und bekämpfen
Geisterfischchen: Erkennen und loswerden

Wer nachts kleine, helle Insekten durch die Wohnung huschen sieht, hat es womöglich mit Geisterfischchen zu tun. Die mit Silber- und Papierfischchen verwandte Art wurde zwar schon 1910 in Sri Lanka entdeckt, in Deutschland aber erst 2007 nachgewiesen. Für Menschen und Haustiere bestehe laut Helge May vom Naturschutzbund Deutschland jedoch keine Gefahr.

Unterschiede zu Silberfischchen

Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) saugen kein Blut, beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Von Silberfischchen lassen sie sich vor allem durch ihr Aussehen unterscheiden. „Geisterfischchen sind relativ hell gefärbt und haben deutlich längere Hinterleibsanhänge als Papier- und Silberfischchen“, sagt May. Ihrer hellen Färbung verdanken die bis zu acht Millimeter großen Tiere ihren Namen.

Verbreitung und Lebensweise

Offiziell wurden in Deutschland bisher nur wenige Funde dokumentiert. Der Naturschutzbund geht dennoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Der Grund: Geisterfischchen leben hierzulande ausschließlich in Gebäuden und bleiben dort oft unentdeckt. Nach Einschätzung von May könnten sich Geisterfischchen jedoch durch den modernen Personen- und Warentransport künftig stärker ausbreiten.

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Besonders wohl fühlen sie sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Wohnungen mit Fußbodenheizung bieten ihnen gute Bedingungen. Tagsüber verstecken sich die scheuen Insekten in Ritzen, Zwischendecken oder hinter Möbeln.

Schäden durch Geisterfischchen

Nachts gehen Geisterfischchen auf Nahrungssuche. Dann können sie durchaus lästig werden. Die Insekten bevorzugen zucker- und proteinreiche Nahrung und knabbern mitunter Brot, Kartoffeln, Haferflocken oder Nudeln an, wenn diese offen gelagert werden. Auch Papier steht auf ihrem Speiseplan. Gerade in Bibliotheken und Museen kann das problematisch sein.

Bekämpfung ohne Schädlingsbekämpfer

Ein Entfernen durch Schädlingsbekämpfer ist meist nicht nötig, da sich die Tiere nicht massenhaft vermehren. Wer ihre Zahl verringern möchte, sollte Lebensmittel gut verschließen, lose Stellen an Tapeten, Böden und Fußleisten beseitigen sowie alte Kartons und Papierbestände entsorgen. Auch eine regelmäßige gründliche Reinigung der Wohnung hilft.

Um die Tiere zu fangen, kann man eine Kartoffel aushöhlen und auf ein Stück Papier legen. Die Tiere kriechen über Nacht hinein und können am nächsten Morgen mitsamt der Kartoffel ins Freie gebracht werden.

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