Gemüseanbau in MV wächst: Fläche steigt auf 2.500 Hektar
Gemüseanbau in MV: Fläche wächst auf 2.500 Hektar

Die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern haben ihren Gemüseanbau im vergangenen Jahr deutlich ausgeweitet. Wie das Statistische Amt mitteilte, wuchs die Anbaufläche im Freiland um 3,8 Prozent auf knapp 2.500 Hektar. Davon wird etwa ein Drittel ökologisch bewirtschaftet – ein Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat.

Nachfrage des Einzelhandels treibt Wachstum

Rolf Hornig von der halbstaatlichen LMS Agrarberatung nennt als Hauptgrund die gestiegene Nachfrage des Einzelhandels nach regionalen Erzeugnissen. „Die Verbraucher wollen wissen, wo ihr Gemüse herkommt, und der Handel reagiert darauf“, sagte Hornig. Im Jahr 2016 lag die Anbaufläche noch bei 1.725 Hektar – ein Anstieg um rund 45 Prozent seitdem.

Erdbeeren bleiben eine wichtige Kultur, allerdings mit leicht rückläufiger Fläche: 2025 wurden sie auf knapp 730 Hektar angebaut, nach 757 Hektar im Vorjahr. Dennoch sind Erdbeeren nach wie vor das am weitesten verbreitete Obst im Freilandanbau des Landes.

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Regional starke Unterschiede

Das Anbauzentrum liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim, wo sich 2025 mit 1.948 Hektar fast zwei Drittel aller Flächen für Gemüse und Erdbeeren (insgesamt 3.207 Hektar) befanden. Auf Platz zwei folgt der Landkreis Rostock mit 681 Hektar, gefolgt von Nordwestmecklenburg mit 418 Hektar.

Ganz anders sieht es im Osten des Landes aus: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald meldete nur 8,5 Hektar Anbaufläche, die Mecklenburgische Seenplatte 38,8 Hektar und Vorpommern-Rügen 103,7 Hektar. Experten führen dies auf die größere Anfälligkeit der Region für Trockenheit zurück, was den Anbau von Gemüse und Erdbeeren erschwert.

Ökologischer Anbau auf dem Vormarsch

Der Anteil des ökologischen Gemüseanbaus liegt bei rund einem Drittel der Gesamtfläche. Dies entspricht einem überdurchschnittlich hohen Wert im bundesweiten Vergleich und zeigt, dass die Nachfrage nach Bio-Produkten auch in MV kontinuierlich steigt. Die Landwirte reagieren darauf mit Umstellungen und Investitionen.

Insgesamt ist der Gemüseanbau in Mecklenburg-Vorpommern auf einem stabilen Wachstumskurs. Die Kombination aus steigender Nachfrage nach regionalen und Bio-Produkten sowie günstigen Bedingungen in den Westen des Landes sorgt für eine positive Entwicklung – auch wenn die ostdeutschen Landkreise weiterhin mit natürlichen Hürden zu kämpfen haben.

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