Kommentar: Girokonto-Gebühren – Warum wir wechseln sollten
Girokonto-Gebühren: Warum wir wechseln sollten

Bei den Gebühren für Girokonten gibt es zwei Wahrheiten: die gefühlte und die tatsächliche. Die Werbung verspricht oft „Das Girokonto ist kostenlos“. Doch dieses Versprechen ist meist mit einem Sternchen versehen. Es gilt nur, wenn monatlich ein bestimmter Betrag eingeht. Diese Bedingungen sind jedoch oft leicht zu erfüllen. Viele Kunden denken sich dann: „Was kann ein Girokonto schon kosten?“

Die tatsächliche Wahrheit

Die Realität sieht anders aus. Girokonten sind keineswegs kostenlos, und die Gebühren können sich sehen lassen. Eine Umfrage des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass etwa 250 von 1003 Befragten pro Jahr mehr als 100 Euro für ihr Girokonto zahlen. Umgerechnet auf den Monat sind das rund 8,34 Euro – ein Betrag, der zwar niemanden in den finanziellen Ruin stürzt, aber dennoch ins Gewicht fällt.

Die entscheidende Frage

Als Inhaber eines oder mehrerer Girokonten sollten wir uns daher fragen: „Was bekomme ich für mein Geld?“ Diese Frage ist im doppelten Sinne zu verstehen. Viele Banken, die jährlich dreistellige Gebühren verlangen, werben mit einem dichten Filialnetz und professioneller Beratung vor Ort. Wer dieses Angebot tatsächlich nutzt, mag bereit sein, dafür zu zahlen.

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Preis und Leistung im Ungleichgewicht

Doch oft stehen Preis und Leistung in keinem Verhältnis. Viele Kunden nutzen die Filialen kaum noch, sondern erledigen ihre Bankgeschäfte online. Trotzdem zahlen sie weiterhin hohe Gebühren. Ein Konto ist kein Bund fürs Leben – ein Wechsel kann sich lohnen. Die einzig richtige Frage ist also: Bietet meine Bank mir den Gegenwert, den ich für mein Geld erwarten kann?

Handlungsempfehlung

Verbraucher sollten regelmäßig prüfen, ob ihr Konto noch zeitgemäß ist. Vergleiche lohnen sich, denn viele Direktbanken bieten kostenlose Konten ohne Mindestumsatz. Der Wechsel ist einfacher als gedacht und kann bares Geld sparen. Niemand muss jährlich über 100 Euro für sein Girokonto ausgeben – es sei denn, die Leistung rechtfertigt den Preis.

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