Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt erwartet für das Jahr 2026 einen deutlichen Anstieg der Diebstähle von Kupfer und anderen Buntmetallen. Bereits im ersten Halbjahr 2026 zeichne sich ein klarer Aufwärtstrend ab, teilte ein LKA-Sprecher mit. Endgültige Zahlen lägen zwar noch nicht vor, doch die Entwicklung sei besorgniserregend.
Fallzahlen steigen kontinuierlich
In den vergangenen fünf Jahren haben die Diebstähle stetig zugenommen. Wurden 2021 noch 188 Fälle registriert, stieg die Zahl bis 2024 auf 299 und erreichte 2025 mit 497 Diebstählen einen Höchststand. Besonders betroffen waren 2025 die Stadt Halle mit 110 Diebstählen, der Burgenlandkreis mit 105 und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit 75 Taten. Die Aufklärungsquote ist mit 13,8 Prozent im Jahr 2025 niedrig.
Schaden in Millionenhöhe
Allein 2025 verursachten die Diebstähle einen Schaden von rund drei Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 1,57 Millionen Euro. Betroffen sind vor allem Unternehmen, die Kupferrohre, Kabel und Leitungen lagern. Der enorme Preisanstieg von Buntmetallen, insbesondere Kupfer, treibt die Kriminellen an, so das LKA. „Kupfer wird neben Kupferrohren auch in Kupferkabeln und -leitungen verbaut und ist daher oft leicht zugängliches Diebstahlgut“, erläuterte der Sprecher.
Präventionstipps der Polizei
Um Diebstähle zu verhindern, rät die Polizei, Buntmetall in gesicherten Räumen, Hallen oder Wertschutzschränken aufzubewahren. Zugänge zu Kabeltrassen, Dachflächen und Lagerorten sollten durch Zäune, Tore oder stabile Türsicherungen geschützt werden. Zudem wird empfohlen, das Metall so zu sichern, dass ein Weiterverkauf erschwert wird, etwa durch Kennzeichnung.



