Die Sparda-Bank West lockt mit einem neuen Tagesgeld-Angebot: 3,2 Prozent Zinsen pro Jahr, garantiert bis zum 15. Februar 2027. Damit bietet die Genossenschaftsbank eine vergleichsweise lange Zinsbindung von rund sieben Monaten. Während viele Tagesgeldkonten nur drei bis vier Monate einen Aktionszins gewähren, stellt die Sparda-Bank West die Zinsen für einen deutlich längeren Zeitraum fest. Das Angebot gilt sowohl für Neukunden als auch für Bestandskunden, sofern diese neues Geld von einer anderen Bank einzahlen. Bestehendes Guthaben auf dem Tagesgeldkonto wird weiterhin nur mit dem variablen Standardzins von 0,75 Prozent verzinst. Der Maximalbetrag für die Aktion ist unbegrenzt, die Zinsauszahlung erfolgt quartalsweise. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Kunde und greift über den deutschen Sicherungsmechanismus.
Die besten Tagesgeld-Angebote im Vergleich
Obwohl die Sparda-Bank West mit 3,2 Prozent nicht die Spitzenposition erreicht, gibt es aktuell mehrere Anbieter mit vier Prozent oder mehr. Die estnische Bigbank führt mit 4,05 Prozent pro Jahr für vier Monate. Die Norisbank bietet 4,0 Prozent bis zum 31. Dezember 2026, verlangt aber die Eröffnung eines Girokontos. Die Crédit Agricole gewährt ebenfalls 4,0 Prozent, jedoch bis zum 31. Januar 2027, und begrenzt die Einlage auf 10.000 Euro – auch hier ist ein kostenloses Girokonto erforderlich. Keine Nebenbedingungen stellt die Direktbank Chase mit 4,0 Prozent für vier Monate. Ein detaillierter Vergleich der vier Top-Angebote findet sich in einem separaten Artikel.
Festgeld-Aktion der Deutschen Bank: 2,7 Prozent für ein Jahr
Nur bis zum 16. Juli läuft eine Festgeld-Aktion der Deutschen Bank. Beim Festzinssparen erhalten Kunden 2,7 Prozent Zinsen für ein Jahr, wenn sie mindestens 2.500 Euro anlegen. Allerdings darf das Geld nicht von einem Konto oder Depot der Deutsche-Bank-Gruppe stammen, zu der auch Postbank, Norisbank, BHW Bausparkasse und DWS zählen. Andernfalls gilt der reguläre Zinssatz von 2,3 Prozent. Der Maximalbetrag liegt bei 250.000 Euro. Trotz der kurzen Frist sollten Sparer nicht überhastet handeln, denn am Markt sind höhere Zinsen möglich: Die schwedische Hoistspar führt bei einjährigen Festgeldern mit 3,1 Prozent.
Klarna erhöht Festgeld-Zinsen auf bis zu 3,05 Prozent
Der schwedische Anbieter Klarna hat die Festgeld-Konditionen angehoben. Je nach Laufzeit erhalten Sparer nun bis zu 3,05 Prozent. Die neuen Sätze: zwölf Monate 2,90 Prozent, 18 Monate 2,92 Prozent, 24 Monate 2,96 Prozent, 36 Monate 3,01 Prozent und 48 Monate 3,05 Prozent. Im Marktvergleich schneiden vor allem längere Laufzeiten nicht optimal ab: Die J&T Direktbank bietet für vier Jahre 3,20 Prozent, die Pbb direkt für fünf Jahre 3,30 Prozent. Bei kurzen Laufzeiten ist Klarna wettbewerbsfähiger: Für zwölf Monate gibt es nur bei der J&T Direktbank mit 3,05 Prozent einen höheren Satz.
Postbank startet Tagesgeld-Aktion mit 3,2 Prozent
Die Postbank, Tochter der Deutschen Bank, bietet ab sofort 3,2 Prozent Zinsen für sechs Monate – vom 15. August 2026 bis 14. Februar 2027. Teilnehmen können sowohl Neu- als auch Bestandskunden, sofern sie neues Geld in Höhe von mindestens 2.500 Euro bis zum 10. August 2026 einzahlen. Als neues Geld gilt alles, was nicht von Konten oder Depots der Deutsche-Bank-Gruppe stammt. Der Basiszinssatz beträgt 0,75 Prozent, der Maximalbetrag liegt bei 250.000 Euro. Die Zinsauszahlung erfolgt quartalsweise, die deutsche Einlagensicherung schützt bis 100.000 Euro. Wer bereits an einer anderen Postbank-Aktion teilnimmt, kann ein neues Tagesgeldkonto eröffnen. Höhere Zinsen gibt es bei der VW Bank: 3,1 Prozent für ein halbes Jahr ohne Mindestbetrag und sofort beginnend.
Weitere Zinserhöhungen im Juni und Juli
Nach der EZB-Leitzinserhöhung auf 2,25 Prozent am 17. Juni haben mehrere Banken ihre Zinsen angehoben. Die Bigbank verbesserte ihr Tagesgeld-Angebot auf 4,05 Prozent für vier Monate. Die BBVA erhöhte von 3,0 auf 3,5 Prozent für sechs Monate. Die Opel Bank steigerte den Neukundenzins auf 3,42 Prozent für drei Monate, die Targobank auf 3,25 Prozent für vier Monate. Bei den Festgeldern führte die Hanseatic Bank einen Sparbrief mit bis zu 3,11 Prozent für drei Jahre ein, die Kommunalkredit Invest bietet nun 3,0 Prozent für Laufzeiten von vier bis zehn Jahren. Die J&T Direktbank führt mit 3,5 Prozent für zehn Jahre.
Eine Analyse von Barkow Consulting zeigt: Die besten Tagesgeld-Angebote liegen derzeit so weit über dem Leitzins wie nie zuvor. Die Commerzbank erhöhte ihr Topzinskonto Plus auf 2,25 Prozent für bis zu ein Jahr. Trade Republic zahlt seit dem 17. Juni 2,25 Prozent auf nicht investiertes Guthaben. Sparer sollten jedoch beachten, dass Trade Republic Teile des Kapitals in Geldmarktfonds investieren kann.
Hintergrund: Tagesgeld und Festgeld einfach erklärt
Tagesgeld ist eine flexible Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit und variablen Zinsen, die oft über dem Girokonto-Niveau liegen. Festgeld bietet höhere, feste Zinsen für eine bestimmte Laufzeit, während der das Kapital nicht verfügbar ist. Beide Anlageformen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt. Die EZB beeinflusst mit ihrem Einlagenzins die Sparzinsen: Steigt der Leitzins, ziehen in der Regel auch die Tages- und Festgeldzinsen nach.
Für eine ausgewogene Anlagestrategie empfehlen Experten eine breite Diversifikation, etwa durch eine Mischung aus sicheren Tages- und Festgeldanlagen sowie renditestärkeren Investments wie ETFs oder Aktien. Der MSCI World Index bildet rund 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab und eignet sich als Basis für langfristige Sparpläne.
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