Im Juni 2026 bleibt das Tagesgeld eine attraktive Option für kurzfristige Geldanlagen. Während viele Banken auf befristete Aktionszinsen setzen, bieten andere stabile Konditionen. Ein aktueller Vergleich zeigt die Unterschiede.
Tagesgeld: Flexibel und sicher
Tagesgeldkonten ermöglichen eine flexible Geldanlage ohne feste Bindung. Im Gegensatz zum Festgeld kann das Guthaben jederzeit abgerufen werden, während der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum garantiert wird. Laut Verivox liegt der Durchschnittszins deutscher Banken bei 1,30 Prozent. Einige Institute bieten jedoch deutlich höhere Zinsen, insbesondere für Neukunden.
Postbank: 3,2 Prozent für sechs Monate
Die Postbank lockt mit einem starken Neukundenangebot: Wer bis zum 19. Juni 2026 ein privates Girokonto zusammen mit einem Tagesgeldkonto eröffnet, erhält für sechs Monate 3,2 Prozent p. a. auf das Tagesgeld. Voraussetzung ist die aktive Nutzung des Girokontos mit mindestens fünf Buchungen pro Monat. Der Aktionszins gilt für Einlagen bis 250.000 Euro. Die Einlagensicherung erfolgt über Deutschland (AAA-Bonität) bis 100.000 Euro sowie den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
Consorsbank: 3,4 Prozent für fünf Monate
Die Consorsbank gewährt 3,4 Prozent p. a. für fünf Monate auf Einlagen bis zu einer Million Euro. Die Bank gehört zur französischen BNP Paribas, deren Einlagen bis 100.000 Euro über Frankreich (Bonität A+) geschützt sind. Zusätzlich besteht eine freiwillige Einlagensicherung bis zu drei Millionen Euro.
BforBank: 2,5 Prozent für zwölf Monate
Das Bfor+ Tagesgeldkonto bietet 2,5 Prozent p. a. für volle zwölf Monate auf Einlagen bis 300.000 Euro. Danach gilt der variable Standardzins von 1,0 Prozent. Die BforBank ist eine Tochter der Crédit Agricole und unterliegt der französischen Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Die Zinszahlung erfolgt brutto, die Abführung der Kapitalertragsteuer obliegt dem Anleger.
ING: 3,2 Prozent für vier Monate
Die ING bietet 3,2 Prozent p. a. für vier Monate auf Einlagen bis 250.000 Euro. Neukunden benötigen kein Girokonto bei der ING; ein Referenzkonto einer anderen Bank genügt. Die Einlagensicherung umfasst die deutsche gesetzliche Sicherung bis 100.000 Euro sowie den Einlagensicherungsfonds bis drei Millionen Euro.
Comdirect: 1,75 Prozent mit Girokonto
Die Comdirect gewährt 1,75 Prozent p. a., wenn ein Girokonto eröffnet wird. Ohne Girokonto beträgt der Zins 1,5 Prozent. Es gibt keine feste Laufzeit. Die Einlagensicherung erfolgt über Deutschland bis 100.000 Euro. Zudem lockt eine Wechselprämie von bis zu 250 Euro.
VW Bank: 2,9 Prozent für sechs Monate
Die Volkswagenbank bietet 2,9 Prozent p. a. für sechs Monate auf neu angelegtes Tagesgeld. Die Zinsen werden monatlich ausgezahlt, was den Zinseszinseffekt begünstigt. Die Einlagensicherung erfolgt über Deutschland bis 100.000 Euro plus den Einlagensicherungsfonds bis drei Millionen Euro.
Bank of Scotland: 3,25 Prozent für drei Monate
Die Bank of Scotland bietet Neukunden 3,25 Prozent p. a. für drei Monate auf Einlagen bis 100.000 Euro. Ein Girokonto ist nicht erforderlich. Die Bank ist eine Marke der Lloyds Bank GmbH in Berlin, daher greift die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
Norisbank: Spitzenzins von 4,0 Prozent für sechs Monate
Die Norisbank bietet den höchsten Zinssatz von 4,0 Prozent p. a. für sechs Monate, gültig vom 1. Juli bis 30. Dezember 2026. Voraussetzung ist die Eröffnung eines kostenlosen Girokontos sowie die Übertragung von mindestens drei Zahlungspartnern via Kontowechselservice. Die Einlagensicherung beträgt bis 100.000 Euro durch Deutschland. Zusätzlich gibt es eine Wechselprämie von 120 Euro.
Fazit: Tagesgeld bleibt attraktiv
Tagesgeldkonten bieten auch nach Leitzinssenkungen interessante Optionen. Neukunden profitieren von Sonderaktionen: Die BforBank sticht mit langer Zinsgarantie hervor, die Norisbank mit dem höchsten Zinssatz. Wichtig ist, Fristen und Bedingungen wie Einlagensicherung und Girokontoerfordernisse zu beachten.



