Puristen haben es derzeit schwer. Überall gibt es nur noch Produkte mit zusätzlichen Aromen: Matcha mit Mango, Schokolade mit Pistazienfüllung, Pizza mit Trüffel. Selbst Wasser bleibt nicht mehr naturbelassen. Der Trend zu aromatisiertem Wasser, auch „Flavored Water“ genannt, gewinnt immer mehr Anhänger.
Was ist Flavored Water?
Aromawasser schmeckt nach etwas, enthält aber kaum Kalorien. Die Geschmacksrichtungen werden durch Aromastoffe und manchmal Süßungsmittel erzeugt. Bekannte Marken wie Lacroix aus den USA bieten Sorten wie Pfirsich, Cranberry oder Wassermelone. In Deutschland sind Sirups wie More Zerup oder Produkte von Aldi beliebt. Sogar am Berliner Flughafen füllen junge Menschen ihre Flaschen mit Wasser und einem Schuss Sirup auf.
Warum der Hype?
Viele Menschen legen Wert auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und tragen große Trinkflaschen mit sich herum. Gleichzeitig darf Wasser nicht mehr nur nach Wasser schmecken – es muss aufgemotzt, veredelt werden. Früher griff man zu Bier, heute zu aromatisierten Getränken. Die Frage bleibt: Sind künstliche Aromen in Plastikampullen die beste Alternative?
Alternativen und Kritik
Das Start-up Wild & Water bietet zuckerfreie Wasserzusätze aus Tee-Extrakten, Kräutern und Früchten in Glasflaschen an. Es verzichtet auf künstliche Süß- und Zusatzstoffe. In der Sendung „Höhle der Löwen“ konnte es die Investoren jedoch nicht überzeugen. Der Fitness-Influencer Christian Wolf hingegen erzielt mit seiner Firma More Nutrition und den Zerup-Sirups Milliardenumsätze. Die Geschmacksrichtung Trüffel gibt es noch nicht – aber vielleicht bald.
Silvia Ihring schreibt in ihrer Kolumne „Körpereinsatz“ über Fitness-Trends und die Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Bewegung.



